Nicht rechtskräftig

Dreieinhalb Jahre Haft für Messerstiche vor Kasino

Nach zwei Prozessen in Linz steht fest: Die Messerattacke eines gebürtigen Vietnamesen (53) auf jenen Chauffeur, der seine Mutter regelmäßig ins Kasino nach Tschechien kutschierte, ist eine absichtlich schwere Körperverletzung. Und das Urteil dafür lautete am Donnerstag: dreieinhalb Jahre Haft, nicht rechtskräftig

Die Spielleidenschaft seiner Mutter war einem 53-jährigen Vietnamesen gar nicht recht. Seinen Ärger ließ er an einem Bekannten (43), der - wie übrigens der Täter auch - Pensionisten regelmäßig ins Spielkasino in Dolní Dvorište (Tschechien) chauffierte. Auch die Mutter des Angeklagten.

Keine Tötungsabsicht
Am Parkplatz des Spielertempels kam es zum Showdown: Mit sieben Messerstichen soll der Vietnamese seinen Kontrahenten verletzt haben. Einen Stich in die Herzgegend soll das Opfer nur mit Mühe abgewendet haben. In Linz musste sich der Angreifer deshalb nun wegen Mordversuch verantworten.Der unbescholtene Mann (Verteidiger:Andreas Mauhart) gibt die Stiche zu. Er habe aber nicht töten wollen. Für die Staatsanwältin steht hingegen fest, dass es sich eindeutig um einen Mordversuch handelt.

Schmerzensgeld
Die Geschworenen machten sich die Entscheidung nicht leicht. Schließlich stimmten sie mit sechs zu zwei Stimmen für die absichtliche Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen. An das Opfer muss der Angeklagte 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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