05.07.2019 06:52

„Krone“ in Uttendorf

Ganz Pinzgau hilft in der Hochwasser-Gemeinde

100 Häuser wurden in Uttendorf vom Hochwasser heimgesucht. Übelriechender Schlamm liegt in der Luft. Hallen sind einen Meter hoch mit Wasser gefüllt. Das im Keller der Wohnhäuser gelagerte Hab und Gut ist Reif für den Müll. Dennoch lautet der Tenor der Betroffenen: „Aufstehen, Krone richten, weitermachen.“

Die „Krone“ ist beim Lokalaugenschein im seit Montag überfluteten Uttendorf überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Jeder hat die Naturgewalt akzeptiert. „Jammern hilft nix. Wir müssen alle zusammenhalten. Aufstehen, weiter geht’s“, sagt ein Betroffener und füllt seine Schaufel erneut mit Schlamm an.

Selbst aus Vorarlberg reisen Helfer mit ganz viel Herz und Mitgefühl an. 50 Kuchen haben die Arbeiter an einem einzigen Tag geschenkt bekommen.

Und plötzlich ging alles ganz schnell...

Der Manlitzbach ging binnen kürzester Zeit über. Selbst für den erfahrenen Einsatzleiter Lukas Fritzenwanger ging alles viel zu schnell. „Wir waren zufällig auf einer Erkundungstour unterwegs, als das Wasser kam. Wir holten unsere Radlader, packten unsere Kameraden in die Schaufel und retteten die Bewohner“, erinnert sich Fritzenwanger zurück. „Links und rechts von meinem Haus schoss das Wasser daher und ich war eingeschlossen.“ So erging es Petra Lemberger. Sie musste mit dem Kran vom Balkon befreit werden.

Zuletzt wurde die Gemeinde 1959 überflutet, allerdings nicht in solch einem Ausmaß.

Sandra Aigner
Sandra Aigner

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