Jagd auf ÖFB-Torjäger

Markos Traum von 100 Millionen Toren

Fußball National
12.06.2019 06:34
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

... wird für Arnautovic zwar nicht in Erfüllung gehen, das Stockerl der besten ÖFB-Torjäger ist aber in Reichweite. Auf Platz drei fehlen ihm nur noch fünf Treffer. „Die zwei ganz oben werden schon nervös sein!“

„Das hätte ja acht- oder neunstellig ausgehen können“, meinte Marko Arnautovic nach dem 4:1 in Nordmazedonien im Überschwang der Gefühle, um sich wenig später dann selbst zu korrigieren: „Ich meinte natürlich 8:1 oder 9:1.“ Neunstellig wären 100 Millionen Tore gewesen ...

... die es nicht einmal für einen Arnautovic geben wird. Aber dennoch: Mit seinen Teamtoren 23 und 24 rückte er in der ewigen Bestenliste der ÖFB-Torjäger in die Top Ten auf, jetzt macht er Jagd auf weiter oben. Auf einen Andreas Herzog fehlen ihm nur noch zwei Treffer, auf Platz drei fünf, auf Platz zwei zehn und auf Platz eins 20.

Wird er bald auf dem Stockerl stehen? „Ehrlich gesagt, denke ich daran nicht. Für mich steht im Vordergrund, der Mannschaft zu helfen, wir wollen alle zur EURO fahren. Es ist noch ein langer und weiter Weg, aber wir haben in Nordmazedonien überragend gespielt, das stimmt mich für den Herbst sehr zuversichtlich!“

Und was ist jetzt mit dem Stockerl, Marko? „Wahrscheinlich sind die zwei ganz oben schon ein wenig nervös, aber sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, ich habe andere Ziele.“ Die zwei da oben sind übrigens die heimischen Stürmer-Legenden Toni Polster (1.) und Hans Krankl (2.).

Die nächste Möglichkeit auf Teamtore gibt es für Arnautovic Anfang September beim Quali-Doppel gegen Lettland und Polen, jetzt schaltet er einmal in den Urlaubs-Modus: „Ich bin froh, nach zehn Tagen wieder meine zwei Kinder und meine Frau wiederzusehen, möchte mit ihnen eine schöne Zeit verbringen.“

Klingt gar nicht mehr so nach dem Arnautovic von einst, der für große Sprüche und Partys bekannt war. „Ich bin auch schon ein wenig älter geworden“, grinst er, „muss mehr auf meinen Körper schauen, weiter an mir arbeiten.“ Zusatz Richtung Medienvertreter: „Wilde Jahre hatte ich nie, die habt nur ihr wild gemacht.“

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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