Di, 25. Juni 2019
18.05.2019 18:59

Nach Strache-Aussagen

Strabag will „verlorene Aufträge“ analysieren

Der Baukonzern Strabag will nach dem Enthüllungsvideo über den am Samstag zurückgetretenen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) die Auftragsvergaben des Vorjahres noch einmal prüfen lassen. Miteigentümer und früherer Geschäftsführer Hans Peter Haselsteiner will nun „alle Aufträge des vergangenen Jahres, die wir verloren haben“, genau analysieren.

Wie berichtet, versprach Strache in dem fingierten Gespräch mit der vermeintlichen Oligarchennichte im Gegenzug für Parteispenden sämtliche Staatsaufträge, die damals die Strabag bekomme habe. „Das Erste in einer Regierungsbeteiligung, was ich heute zusagen kann: Der Haselsteiner kriegt keine Aufträge mehr!“, so Strache. Diese Aussagen haben nun übrigens auch den Rechnungshof alarmiert. Es geht um mögliche Verstöße gegen das Parteienfinanzierungsgesetz.

Haselsteiner meinte am Samstag gegenüber dem „Standard“: „Vielleicht stellt sich heraus, dass gar nichts zu finden ist. Aber ich muss ausschließen können, dass es zu Eingriffen gekommen ist.“ So ein Eingriff hätte „sehr subtil“ gewesen sein müssen, damit man beim Baukonzern nichts mitbekomme, erklärte Haselsteiner weiter.

Asfinag schließt Einflussnahme bei Aufträgen aus
Unterdessen versicherte das staatliche Autobahn- und Schnellstraßenunternehmen Asfinag, dass die Vergabe von Bauaufträgen „transparent und ausschließlich nach dem Bestbieterprinzip“ erfolge. „Eine Einflussnahme - sei es von Interessenten oder auch eine politische - ist ausgeschlossen“, hieß es in einer Aussendung. Es sei auch in der Vergangenheit zu keinem Versuch einer Einflussnahme aus dem politischen Bereich gekommen, betonte das Unternehmen. Die Asfinag investiere in die österreichische Infrastruktur jedes Jahr etwa eine Milliarde Euro, die Strabag zähle dabei zu den größten Auftragnehmern.

ÖBB: „Aufträge immer transparent und nach Bestbieterprinzip“
Auch die ÖBB versicherten, dass Bauaufträge der ÖBB-Infrastruktur an Unternehmen „immer transparent und nach dem Bestbieterprinzip vergeben“ würden. „Eine Einflussnahme jeglicher Art - sei es von Parteien, privaten oder öffentlichen, in- oder ausländischen Institutionen - ist dabei ausgeschlossen und würde von den ÖBB sofort den Behörden gemeldet werden“, hieß es.

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