01.05.2019 15:37 |

Aufmarsch der SPÖ

Schickhofer: „Mit mir gibt‘s keine 1,50-Euro-Jobs“

Bei strahlend schönem Wetter feierte die steirische Sozialdemokratie den „Tag der Arbeit“. In Graz zogen etwa 2500 Menschen zum Hauptplatz, Landeschef Michael Schickhofer griff in seiner Rede die Bundesregierung frontal an. Auch die anderen Parteien begingen den Staatsfeiertag.

Deshalb heißt er ja „Tag der Arbeit“, damit auch die Politiker etwas arbeiten. Hörte man öfters an diesem 1. Mai. Wobei, das ist ein bisschen ungerecht - denn das die Politik viel zu tun hat, ist Allgemeingut.

Den größten der SP-Aufmärsche gab es heuer in Leoben. An die 8000 Besucher hatten sich zur Traditions-Veranstaltung versammelt. In der Landeshauptstadt war es ein bissl kleiner, ein bissl familiärer. 2500, so die Veranstalter, waren vom Volksgarten in Richtung Hauptplatz gezogen.

„1,50-Euro-Jobs wird es mit mir sicher nicht spielen“
Am Anfang litt die Kundgebung unter der Technik, die Gebärden-Übersetzerin war lauter, aber dann ging’s. Vor viel sozialdemokratischem Adel - von EU-Spitzenkandidatin Bettina Vollath über Landesrätin Doris Kampus bis zum viel beklatschten AK-Wahlsieger Josef Pesserl - zog Landeshauptmann-Vize Michael Schickhofer als Hauptredner klassenkämpferisch vom Leder. „Was Schwarz-Blau macht, ist ein Angriff auf Arbeitnehmer, Das Motto dieser Regierung ist: Den Kleinen nimmst du es weg, den Großen gibst du’s!“ Das sei der falsche Weg. Und 1,50 Euro-Jobs (für Asylwerber), „die wird es mit mir sicher nicht spielen“

Ins gleiche Horn blies die EU-Spitzenkandidatin. Es sei wieder Zeit, Bedürfnisse der Menschen vor Profitinteressen der multinationalen Konzerne zu stellen. Insgesamt wurden bei den SP-Kundgebungen etwa 25.000 Besucher gezählt.

ÖVP bei den arbeitenden Menschen
Traditionell ließ es auch die VP mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer angehen. Heuer mit „Verstärkung“: EU-Kandidatin Simone Schmiedtbauerwar gemeinsam Schützenhöfer unterwegs. Ein symbolisches Danke bei Menschen am Arbeitsplatz, so definiert die Volkspartei ihre 1.-Mai-Besuche. Heuer war man bei der Bergrettung, dem Roten Kreuz, der Feuerwehr und der Rettungshundebrigade. Und im Pflegeheim Mautern. Die politische Botschaft: „Eine sehr zufriedenstellende Steuerreform und einen Rekord an Beschäftigung in der Steiermark“.

KPÖ gegen Sozialabbbau
Mit der KPÖ demonstrierten in Graz etwa 1000 Meschen - gegen hohe Lebenskosten und Sozialabbau. Unter dem Motto „Weil wir etwas ändern können“ erinnerte Dunkelrot bei der Schlusskundgebung am Grazer Eisernen Tor an die großen und kleinen Ziele der Arbeiterbewegung.

Die freiheitlichen Abgeordneten haben Unternehmen und Organisationen in ihrer Region besucht, „um jenen Menschen, die auch am Feiertag arbeiten, Wertschätzung und Dankbarkeit entgegen zu bringen“.

Und die Grünen drängten am Tag der Arbeit" auf Investitionen in Zukunftsbereiche.

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger
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