„Lechzen nach Titel“

Rapid will in Klagenfurt „ganzes Leben reinwerfen“

Rapids Rotation ging beim 3:4 gegen Hartberg - unabhängig von den Fehlern von Referee Jäger - in die Hose. Im Cup-Finale am Mittwoch gegen Salzburg wird nicht nur personell eine andere Elf auflaufen. Die Defensive scheint nicht mehr sattelfest. In Klagenfurt will man „das ganze Leben reinwerfen“.

Gestern gab’s nur ein lockeres Auslaufen, dann war das verrückte 3:4 gegen Hartberg abgehakt. Drei, eigentlich vier Eigentore, dazu die Elfer-Festspiele von Referee Jäger - „was da passiert ist, gibt es in zehn Jahren nicht mehr“, zerbrachen sich Hofmann und Co. darüber nicht den Kopf. Auch wenn Rapids Plan in die Hose ging. Es wurde weder Selbstvertrauen getankt, noch konnte sich wer für den finalen Cup-Showdown am Mittwoch gegen Salzburg empfehlen.

Im Gegenteil: Kühbauers B-Elf war vor der Pause phasenweise von der Rolle, da fehlte überall die Abstimmung, ging die starke Rotation (sieben Neue) nach hinten los. Auch wenn es Rapids Trainer nicht eingestehen wollte: „Wir können nicht in jedem Spiel 20 Torchancen haben.“ Kapitän Schwab war sich nach dem ersten Ausrutscher in der Quali-Runde jedenfalls sicher: „Wir haben in Unterzahl auf das 4:4 gedrückt, wenigstens Moral bewiesen. Wir sind gefestigt, behalten unsere Köpfe oben.“

Neun Tore in vier Spielen
Vor allem wird am Mittwoch in Klagenfurt eine ganz andere Rapid-Elf auflaufen. Die Kühbauer sicher schon im Kopf hat(te). Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Bolingoli wird er jetzt aber umstellen müssen. Interessant wird auch, für wen er sich im Angriff entscheidet. Da zeigte nach Pavlovic jetzt auch wieder Badji auf. Dafür ist die gesamte Defensive inklusive Torhüter Strebinger schon seit Wochen nicht mehr sattelfest - neun Gegentore in vier Spielen.

„Lechzen nach Titel“
„Wir müssen uns hinten besser anstellen“, weiß Hofmann und fordert für das Cup-Finale: „Jeder muss alles, was er hat, sein ganzes Leben reinwerfen. Wir wissen, was dort abgehen wird. Es wird eine Wahnsinns-Stimmung herrschen. Wir lechzen nach diesem Titel.“

So werden 20.000 Rapid-Fans in Klagenfurt dabei sein. Allerdings war Salzburgs gestriger Dämpfer in Wolfsberg nicht gerade hilfreich. Sie werden auch hungrig sein.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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