26.04.2019 10:51 |

Einladung an Putin

Nordkorea und Russland vertiefen Beziehungen

Offenbar nützt Nordkorea die festgefahrene Situation bei den Atomgesprächen mit den USA, um nun die Beziehungen mit Russland zu vertiefen. Nach dem Gipfeltreffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Wladiwistok gibt es nämlich bereits die nächste Einladung: Diesmal wird Putin „zu einem passenden Zeitpunkt“ in Nordkorea erwartet. Dem Vernehmen nach hat er bereits zugesagt. 

Kim und Putin hatten sich am Donnerstag im ostrussischen Wladiwostok erstmals getroffen. Sie sprachen sich dabei für eine Vertiefung der Beziehungen beider Länder aus. Putin forderte zudem Sicherheitsgarantien für Nordkorea, denn nur so könne der Atomkonflikt gelöst werden. „Es gibt keine Geheimnisse“, sagte Putin bei einer live im Staatsfernsehen übertragenen Pressekonferenz. Russland und die USA verfolgten ein gemeinsames Interesse bei der Denuklearisierung Nordkoreas, betonte der Kremlchef.

Putin und Kim sprachen Meldungen der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zufolge auch über den vorzeitig abgebrochenen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump im Februar in Hanoi. Die USA hätten dort „in schlechter Absicht“ gehandelt, hieß es. „Die Situation auf der Koreanischen Halbinsel und in der Region stagniert und hat einen kritischen Punkt erreicht, an dem sie wieder zu ihrem Ursprungszustand zurückkehren kann“, wurde Kim zitiert. Man wappne sich „für alle möglichen Situationen“.

Putin als Vermittler im Atomstreit
Putin schlüpft nun offenbar in die Rolle des Vermittlers im Atomstreit. Denn sein Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew weilte während des Gipfels in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, um einen baldigen Gipfel auch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In vorzubereiten. Der Kremlchef selbst reiste nach dem Treffen mit Kim weiter zum „Seidenstraßen“-Gipfel nach Peking, wo er am Rande mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping über die festgefahrene Lage auf der Koreanischen Halbinsel sprechen will.

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