So, 26. Mai 2019
25.04.2019 08:55

„Stressig, feindselig“

„Fortnite“-Entwickler klagen über 70-Stunden-Woche

Der große Erfolg des Online-Shooters „Fortnite“ sorgt beim Entwicklerstudio Epic Games nicht nur für Freude. Während das Management frohlockt, leiden die Mitarbeiter offenbar zunehmend unter der Vorgabe, das Spiel um jeden Preis mit neuen Inhalten zu versorgen und es so für die Spieler attraktiv zu halten. Von 70-, in Einzelfällen gar 100-Stunden-Wochen, und einem „stressigen und feindseligen“ Arbeitsklima ist da die Rede.

Das geht aus einem Bericht des Gaming-Magazins „Kotaku“ hervor, das sich mit rund einem Dutzend Mitarbeitern von Epic Games unterhalten hat. Und die zeichnen ein ganz schlechtes Bild von den Arbeitsbedingungen in der „Fortnite“-Schmiede.

Obwohl das Geld nur so sprudelt, ist man offenbar unterbesetzt, was bei vielen Mitarbeitern in 70- oder gar 100-Stunden-Wochen mündet. Offiziell freiwillig und mit bezahlten oder als Zeitausgleich ausgeglichenen Überstunden. Nur: Die Freiwilligkeit werde vom Management vorausgesetzt, der Konsum von Zeitausgleich sei in der Praxis gar nicht möglich, weil es an Personal fehle, klagen Epic-Mitarbeiter.

„Stressiges und feindseliges“ Umfeld
In der Qualitätssicherung und im Kundendienst sprechen Mitarbeiter von einem „stressigen und feindseligen“ Arbeitsumfeld. Manch einer, mit dem „Kotaku“ gesprochen hat, berichtet gar, dass er wegen der Überstunden-Orgien schon gesundheitliche Probleme bekommen hätte. Ein Entwickler: „Ich arbeite im Schnitt 70 Stunden pro Woche. Es gibt wahrscheinlich mindestens 50, wenn nicht sogar 100 andere Leute bei Epic, die so viel arbeiten. Ich kenne Leute, die sogar auf 100 Stunden kommen.“

Die Arbeitsbelastung komme vor allem dadurch zustande, dass das Management laufend neue Inhalte für „Fortnite“ produzieren lässt, um die Spieler bei der Stange zu halten und sie nicht an neue Rivalen wie „Apex Legends“ zu verlieren. Bei Epic nimmt man den Kotaku-Bericht zur Kenntnis, weist aber darauf hin, dass 100-Stunden-Wochen „unglaublich selten“ vorkämen und nicht die Regel seien.

 krone.at
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