Di, 23. April 2019
15.04.2019 08:36

Projekt „Beresheet 2“

Israel plant nach Scheitern zweite Mondmission

Israel will nach dem Scheitern seiner ersten Mondmission nicht aufgeben. Die Non-Profit-Organisation SpaceIL, Betreiberin der Sonde „Beresheet“, die am Donnerstag nach einem technischen Fehler bei der Landung auf dem Erdtrabanten zerschellt ist, plant eine zweite Reise zum Mond. Das berichtete am Sonntag das israelische Fernsehen.

Israel hatte gehofft, als vierte Nation nach den Großmächten Russland, USA und China auf dem Mond zu landen. Es war die erste privat finanzierte Mission dieser Art. Das Raumfahrzeug mit einem Gewicht von knapp 600 Kilogramm und 1,50 Meter Höhe sollte eine israelische Flagge auf dem Mond aufstellen und dessen Magnetfeld untersuchen.

Der wichtigste Sponsor und Präsident von SpaceIL, Morris Kahn, teilte mit: „Angesichts der großen internationalen Unterstützung, die ich für dieses Projekt erhalten habe, habe ich mich für ein neues Projekt entschieden: ‚Beresheet 2‘.“ „Wir haben es begonnen, und ich hoffe, dass wir es auch zu Ende führen werden“, sagte der Multimilliardär in einer Botschaft, die auf Twitter verbreitet wurde.

Die israelische SpaceIL wollte unter anderem einen Prototyp für künftige kommerzielle Mondlandungen schaffen. Der Bau der Sonde „Beresheet“ hat umgerechnet 84 Millionen Euro gekostet. Das Geld kam vor allem von privaten Spendern, allen voran Kahn. SpaceIL erhält auch Unterstützung von der israelischen Raumfahrtbehörde ISA und Israel Aerospace Industries.

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