10.04.2019 11:22 |

Erste Festnahmen

Finanzpolizei geht gegen Scheinfirmen vor

Mit Schwerpunktkontrollen an der Grenze im Burgenland sagt die Finanzpolizei Scheinfirmen aus dem Osten den Kampf an. Mit allerlei Tricks schmuggeln die dubiosen Unternehmen Arbeitskräfte aus Nachbarländern nach Österreich, um kräftig abzukassieren. Zudem stehen die Chefs im Verdacht der Geldwäsche.

Mehr als 20 Prozent aller ausländischen Firmen, die in Österreich arbeiten, verstoßen gegen das Gesetz. Davon geht die Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse aufgrund von Kontrollen aus. „Viele Betriebe klagen über unfairen Wettbewerb im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr“, prangert Peter Nemeth, Präsident der Wirtschaftskammer, an. Für Ärger sorgt eine neue Masche: Immer öfter bringen Scheinfirmen Arbeiter nach Österreich. „Die Firmenkonstruktionen dienen sogar der Geldwäsche“, warnen Fahnder.

„Abgesehen vom Lohn-dumping, tauchen neue Betrugsmuster auf“, weiß der Leiter der Finanzpolizei, Wilfried Lehner: „Neben Abgaben- und Beitragshinterziehung gehe es nun auch um Sozialleistungsbetrug und Gewinnverschiebung.“ Ab sofort geht die Überwachung der Grenze weiter. Es gab schon erste Festnahmen. Landespolizeidirektor Martin Huber: „Täglich führen wir an bis zu 25 Übergängen Kontrollen durch. Die Zielvorgaben reichen von der Bekämpfung der Schlepperei bis zur Klärung von Einbrüchen oder Autodiebstählen. Genauso wichtig ist die Schwerpunktaktion mit der Finanzpolizei.“

Karl Grammer, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Burgenland Wetter
13° / 17°
leichter Regen
13° / 16°
Regen
14° / 17°
leichter Regen
14° / 17°
leichter Regen
14° / 16°
Regen

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter