Do, 25. April 2019
11.04.2019 05:48

Leser helfen mit

Kärnten: Sichere Schulwege seit 27 Jahren

Seit 27 Jahren helfen die „Krone“ und ihre Leser, die Verkehrssicherheit zu verbessern. Mit unserer erfolgreichen Initiative haben wir das Straßenbild in Kärnten verändert.

Den Anfang machten reflektierende Stirnbänder: Nach einem traurigen Rekord mit 388 verletzten und drei getöteten Kindern wollten die „Krone“ und der damalige Landeschef Christof Zernatto 1992 ein Zeichen setzen. Alle Schulanfänger wurden mit Reflektoren ausgestattet, die sie bei Dämmerung und Nebel besser erkennbar machen sollten. Gleichzeitig verstärkte die Exekutive ihre Kontrollen vor Schulen.

Ermutigt durch diese Initiative, meldeten sich in den folgenden Wochen besorgte Eltern und Anrainer, um auf Fallen aufmerksam zu machen, die auf den Straßen lauern.

Mithilfe der Leser werden Verkehrsfallen beseitigt
Seither sind 27 Jahre vergangen, und das Straßenbild in Kärnten hat sich verändert. Nicht zuletzt dadurch, dass von Heiligenblut bis Lavamünd Gefahrenstellen entschärft und Verkehrsfallen beseitigt wurden. Die Maßnahmen reichen von der Erneuerung verblasster Zebrastreifen über den Austausch von blinden Verkehrsspiegeln, das Stutzen von Hecken bis zur Verlegung von Haltestellen, den Bau von Gehsteigen, Fahrbahnteilern und sogar Kreisverkehren.

Kooperationen mit Gemeinden
In Kooperation mit Gemeinden und Experten des Landes ist es oft rasch gelungen, auf Hinweise unserer „Schulwegdetektive“ zu reagieren. Gelegentlich war aber auch viel Beharrlichkeit notwendig - wie in Gödersdorf, wo es sechs Jahre gedauert hat. Dort bremsen seither eine Verkehrsinsel, Blinkampeln und ein Radarkasten Raser vor der Volksschule ein. Auch in anderen Regionen hat sich der Kampf an der Seite von Eltern und Anrainern ausgezahlt.

Die Aktion „Sicherer Schulweg“ wurde 2001 mit dem Preis des Kuratoriums für Verkehrssicherheit ausgezeichnet.

Johan Plamisano
Johan Plamisano

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