Die Tragödie um jene Mutter (48) und deren fünfjährigen Sohn, die am Dienstagnachmittag tot in einer Wohnung in Kitzbühel aufgefunden worden waren, schockt ganz Österreich. Am Mittwoch wurden die Leichen an der Innsbrucker Gerichtsmedizin obduziert. Jetzt liegt ein vorläufiges Ergebnis vor. Der Fall bleibt demnach rätselhaft.
Die Obduktionen erfolgten am Mittwochvormittag. Beim fünfjährigen Buben seien demnach „keine sichtbaren Zeichen einer Gewalteinwirkung festgestellt“ worden. Der Kriminalfall bleibt also auch nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung ein Rätsel.
Histologische und toxikologische Analysen
Es seien daher noch weitere histologische und toxikologische Analysen für die Klärung der Todesursache erforderlich, erklärte Chefermittlerin Katja Tersch. „Die Ergebnisse werden erst in ein paar Wochen vorliegen“, konkretisierte die Leiterin des LKA Tirol gegenüber die „Krone“.
Zu Vermutungen über die mögliche Todesursache – ob der Bub möglicherweise vergiftet worden sein könnte – wollte sich Tersch nicht äußern. „Hierzu stelle ich keine Verdächtigungen an. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden abgewartet.“
Es sei nunmehr jedenfalls klar, dass der Fünfjährige weder erschossen, noch erstochen noch erwürgt wurde, erklärte Tersch.
Kein Fremdverschulden bei toter Mutter
Auch die 48-jährige Mutter wurde am Mittwoch obduziert: „Bei ihr konnten keine Anzeichen von Fremdeinwirkung festgestellt werden und es wird daher von einem Suizidgeschehen ausgegangen“, so Chefermittlerin Tersch weiter. Davon war bereits im Vorfeld der Obduktion ausgegangen worden.
Die Ergebnisse der histologischen und toxikologischen Untersuchungen werden erst in ein paar Wochen vorliegen.

Chefermittlerin Katja Tersch, LKA Tirol
Bild: Christof Birbaumer
Letzter Kontakt zu Frau am Sonntag
„Aufgrund des aktuellen Ermittlungsstandes besteht der Verdacht, dass die 48-jährige Frau, zu der der letzte telefonische Kontakt mit ihrem Freundes- und Bekanntenkreis am Sonntag bestand, ihren Sohn im Laufe des Montags in der Wohnung getötet und in weiterer Folge Selbstmord verübt hat.“
Rätsel um Motiv, Umfeld wird befragt
Ein Rätsel ist auch noch das Motiv. Es habe bereits Befragungen gegeben, in den kommenden Tagen sollen aber noch weitere Personen aus dem Umfeld der beiden Toten befragt werden. „Aufgrund der Sensibilität des Falles wollen wir uns ein möglichst umfassendes Bild von der Situation machen“, hält sich Ermittlerin Tersch noch bedeckt.
Bekannter hatte Alarm geschlagen
Weil sich die 48-jährige Einheimische schon länger nicht mehr gemeldet hatte, schlug ein Bekannter am Dienstag Alarm. Einsatzkräfte rückten sofort zur Adresse der Frau und ihres Sohnes aus. Nach der Türöffnung wurden die beiden Leichen entdeckt. Mutter und Kind sollen alleine in der Wohnung gelebt haben. Unauffällig, zuvorkommend.
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