05.04.2019 11:20 |

Gerhard Bergers Neffe

Auers Umstieg für den Aufstieg in die Formel 1

Nach vier Jahren in der DTM startet der Tiroler Lucas Auer, Neffe von Formel-1-Legende Gerhard Berger, als Red-Bull-Junior in die japanische Super Formula. Die zweitschnellste Rennserie der Welt hat zuletzt Pierre Gasly als Sprungbrett in die Formel 1 gedient…

Red-Bull-Pilot Gasly hat es getan. Ebenso Le-Mans-Sieger Kazuki Nakajima und Ralf Schumacher. Sie fahren bzw. fuhren in der Formel 1. Aber auch in Japans Super Formula, früher Formel Nippon, in die Top-3. Jetzt folgt ihnen Lucas Auer. Erst einmal ins Land der aufgehenden Sonne. Keine Melange, kein Apfelstrudel. Dabei wäre gestern bei seiner Saisonvorschau in Wien eine der letzten Chancen für Auer dazu gewesen, zumindest 2019 verlagert sich sein Lebensmittelpunkt nach Japan. Eine Wohnung in Tokio hat er schon. Der Jetlag macht es nötig. Den kann sich der Kufsteiner nicht erlauben.

Denn es gibt viel zu tun, nach seinem Abschied von der DTM und Mercedes. Nun also in der Super Formula, als Red Bull Junior, am 20. April geht’s in Suzuka los. „Dietrich Mateschitz und Helmut Marko haben mir diese Chance ermöglicht, ich habe sie dankend angenommen“, erklärt der 24-Jährige. Der sich nach dem Tourenwagen erst wieder an ein Formel-Auto gewöhnen musste, er nützte die neuseeländische Meisterschaft dafür - und wurde auf Anhieb Gesamt-Dritter. Die Super Formula ist aber schneller: 550 PS, 670 Kilogramm inklusive Fahrer. „In Suzuka waren wir bei Tests fünf, sechs Sekunden langsamer als die Formel 1.“ Damit ist es die zweitschnellste Serie nach der „Königsklasse“, sogar schneller als die Formel 2.

„Keine Schachzüge“
Japan kann also ein ideales Sprungbrett in die Formel 1 sein. Und Auers B-Max-motopark-Team setzt auf Honda-Motoren - wie Red Bull und Toro Rosso. Zum Träumen hat der Neffe von Gerhard Berger aber keine Zeit: „Es geht da nicht um Planungen oder Schachzüge. Die Herausforderung ist jetzt, die Strecken in Japan schnellstmöglich kennenzulernen - und dann auf Zack zu sein.“ Für ihn steht jetzt schon fest: „Ich komme stärker zurück - wofür auch immer.“

Stefan Burgstaller, Kronen Zeitung

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