Radprofi Krizek

Doping-Causa: „Lege für keinen Hand ins Feuer“

Sport-Mix
26.03.2019 08:51
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Von krone Sport

Alle gegen Wels - unter dem Motto stand nach zuvor sechs Auftakt-Triumphen der Oberösterreicher in den letzten sieben Jahren der Start der Rad-Bundesliga in Leonding: „So war es natürlich ganz schwer“, sagt Matthias Krizek, der zweimal in Fluchtgruppen dabei war, Felbermayr-Teamkollege Stephan Rabitsch immerhin zu Platz drei verhalf.

Serie gerissen - auch, weil man mit Zoidl, Fortin und Eibegger prominente Abgänge hatte, die Hälfte des neu formierten Teams jünger als 20 Jahre ist. Aber die Wochen davor zeigten auch dem 30-jährigen Routinier, dass es viel mehr als den Kampf um Siege gibt.

„Ganz bitter, mit Georg Preidler war ein guter Freund von mir in die Doping-Causa involviert. Es zeigt einmal mehr, dass du in keinen hineinschauen kannst. Ich glaube bei jedem Menschen an das Gute - lege aber für niemanden die Hand ins Feuer“, so Krizek, der einst auch für das Cannondale-Team fuhr.

Und den Schaden nicht nur für den Radsport in der Gegenwart, sondern auch für die Profis der Zukunft sieht: „In den nächsten fünf, zehn Jahren wird es fast unmöglich für heimische Talente sein, ins Ausland zu wechseln. Solche Vorfälle - noch dazu in der traurigen Regelmäßigkeit wie bei uns - kannst du nur ganz schwer abschütteln.“

Für den Wiener selbst bleibt Radfahrer trotzdem der schönste Job der Welt - nach Auftritten in Tschechien und dem Kirschblütenrennen in Wels wartet mit der Tour of the Alps, die viele Teams als Generalprobe für den Giro nützen, ein Highlight.

Florian Gröger, Kronen Zeitung

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