Sa, 20. April 2019
19.03.2019 15:29

Schuldspruch:

Prozess nach Sex-Attacke: Eklat um Eid auf Koran

Sexuell belästigt hat ein irakischer Flüchtling, der mit seiner Familie im Burgenland lebt, eine Nachbarin. Jetzt stand der Beschuldigte vor Gericht und sorgte dort für einen Eklat. Zum Prozessauftakt forderte der Angeklagte, die Dolmetscherin und die Zeugen auf eine eigens mitgebrachte Ausgabe des Koran zu vereidigen.

Im Zuge der Flüchtlingswelle vor drei Jahren war der heute 46-Jährige samt Frau und Kindern nach Österreich gekommen. Die hier geltenden Regeln und Sitten blieben ihm offenbar fremd. Denn als der Iraker im Hof seiner Wohnhausanlage eine Nachbarin traf, sagte er ihr, dass er neben seiner Ehefrau noch weitere drei Frauen habe und auch sie nun gefälligst mitkommen solle. Als das geschockte Opfer nicht reagierte, ließ der Mann seine Hose herunter und begrapschte die Nachbarin, die schließlich flüchten konnte. Vor Gericht in Eisenstadt folgte ein Eklat.

Der Iraker legte einen Koran vor und forderte, dass die Zeugen darauf vereidigt werden - was vom Vorsitzenden freilich abgelehnt wurde. Dann bekannte sich der Mann nicht schuldig. Er habe nie Probleme gemacht, alle würden ihn mögen. Das Opfer habe ihn zuerst geküsst, so der Beschuldigte. Das glaubte der Senat nicht. Am Ende stand ein Schuldspruch: zwei Monate bedingt und 500 Euro Geldstrafe. Der Flüchtling nahm die Strafe an.

Kronen Zeitung

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