ÖGK lehnte Ansuchen ab

Neue MR-Geräte würden Wartezeiten verkürzen

Burgenland
26.04.2024 09:00

Das Burgenland soll zur besseren Versorgung zwei weitere Magnetresonanztomographen erhalten. Das scheitert aktuell aber an der ÖGK. Die Gesundheit Burgenland zeigt sich gesprächsbereit. 

Wer es sich leisten kann, kommt gleich dran. Wer nicht, der muss warten: Mit diesem Phänomen der Zwei-Klassen-Medizin wird man aktuell im Burgenland konfrontiert, wenn man auf eine Magnetresonanztomographie auf „Krankenschein“ wartet. Wohlgemerkt: Akutfälle ausgenommen.

Wartezeit von 20 Werktagen gesetzlich fixiert
Dabei wurde 2018 zwischen Sozialversicherung und Wirtschaftskammer eine maximale Wartezeit von 20 Werktagen per Gesetz fixiert. Tatsächlich beträgt diese derzeit aber bis zu neuen Wochen. An fünf Standorten – ein Institut im Bezirk Neusiedl am See, jeweils eines im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt sowie den Kliniken Oberwart und Güssing – werden die MR-Untersuchungen von der Kasse übernommen. Gründe für die langen Wartezeiten gibt es mehrere, betont man seitens der Gesundheit Burgenland, unter anderem der steigende Bedarf.

Bedarf steigt enorm an
Wurden 2020 rund 14.000 MR-Untersuchungen durchgeführt, so ist die Zahl im Vorjahr auf 17.000 gestiegen. „Wir hätten auch eine rasche Lösung parat, um die Wartezeiten wieder zu reduzieren: ein zusätzliches MR-Gerät in der Klink Oberpullendorf. Dieses könnte binnen sechs Monaten installiert werden. Leider sieht aber die ÖGK den Bedarf nicht“, heißt es von einem Sprecher der Gesundheit Burgenland. Bereitschaft für einen weiteren Kassenvertrag gibt es auch seit Jahren von einem Eisenstädter Radiologie-Institut, bislang war man aber ebenfalls erfolglos. 

ÖGK: Bedarfsanalyse ist erforderlich 
Seitens der ÖGK verweist man wiederum auf eine erforderliche Bedarfsanalyse, um in den Großgeräteplan lt. Österreichischem Strukturplan Gesundheit aufgenommen zu werden. Nur dann gäbe es auch einen Kassenvertrag.

Forderung nach objektivem Verfahren
Was eine Bedarfsprüfung für die Klinik Oberpullendorf als neuen Standort betrifft, heißt es seitens der Gesundheit Burgenland, dass die ÖGK bereits im Vorfeld klar signalisiert habe, dass sie den Bedarf nicht erkennt. „Wenn sie das in einem Prüfungsverfahren auch einbringt, würde das Ergebnis davon höchstwahrscheinlich beeinflusst werden. Im Übrigen sei es eine subjektive Frage, welche Wartezeiten auf einen MR-Termin man Patienten zumuten will. Diese Frage müsste eigentlich vor einem objektiven Prüfungsverfahren beantwortet werden“, heißt es von der Gesundheit Burgenland.

Gesundheit Burgenland ist gesprächsbereit
Man nehme die Sache jedenfalls sehr ernst und wolle, dass die Wartezeiten wieder sinken. Die Gesundheit Burgenland sei daher selbstverständlich bereit, mit der ÖGK erneut ein Gespräch zu führen, um eine Lösung im Sinne der bestmöglichen regionalen Gesundheitsversorgung zu finden.

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