Linz und Bad Ischl:

„Wir sind beim weltweiten Klimastreik auch dabei“

In mehr als 1700 Orten in 100 Ländern auf der Welt gingen gestern Schüler und Studenten auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. In Österreich gab es 11 Demonstrationen, in unserem Bundesland zwei, nämlich in Linz und in Bad Ischl.

Kämpfen statt schwänzen
Heftig ging es am Linzer Hauptplatz ab 11 Uhr zu: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ Das war nur einer der bunten „Schlachtgesänge“, die - nach Schätzungen der Polizei - mehr als 3000 Schüler und Studenten immer wieder anstimmten. Ihre Plakate machten klar, dass es ihnen nicht um „schwänzen“ geht, sondern um „kämpfen“.
Mit Ansprachen überzeugten die Organisatoren - selbst oberösterreichische Schüler - von der Dringlichkeit, dass es eine Wende in der Klimapolitik geben müsse. Nach einem Umzug vom Hauptplatz nach Urfahr ging es retour vor das Landhaus.

Es goss in Strömen. Die jungen Klimaschützer ließen sich ihren „Friday For Future“, also „Freitag für die Zukunft“, aber nicht vermiesen. Humor brodelte in der quirligen Menge und auf so kreativen Plakaten wie: „Lieber ein heißes Date, als einen heißen Planet!“
Der Straßenbahnverkehr war auf Wunsch der Organisatoren nicht eingestellt worden: „Weil der öffentliche Verkehr eine wichtige Rolle spielt, wenn wir die Luftverschmutzung reduzieren wollen“, vermutet Barbara Gitsch (57). Sie ist Hausfrau, Mutter, Oma und ging beim Umzug mit: „Meine Enkel sollen auch einmal gut leben.“

Müll und Verantwortung
Nicht alle Passanten sahen das so, man hörte auch Sätze wie „Die sollen lieber in die Schule gehen!“ Oder: „Gerade Jugendliche hinterlassen viel Müll in der Natur!“ Dafür sollten sie erst einmal Verantwortung übernehmen.

Forderungen an den Landeshauptmann
Vor dem Landhaus wurde Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Beifall und Dank, dass er sich Zeit genommen hat, begrüßt. Ida Berschl, Regionalsprecherin der Klimastreik-Bewegung übergab ihm Forderungen, die notwendig sind, um das Pariser Abkommen einzuhalten. Stelzer: „Klimaschutz ist ein großes Thema und muss Grundlage unserer politischen Entscheidungen sein.“ Aber Schwänzen dulde er nicht…

Mut, die Welt zu retten
In Bad Ischl traf sich eine überschaubare Gruppe im Kurpark, ebenfalls mit kreativen Plakaten und voller Energie und Mut, die Welt zu retten, zogen die Schüler zur Trinkhalle.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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