Außerdem missfiel dem Wigan-Legionär, dass Constantini zuerst das Gespräch mit seinem Berater Valentin Hobel gesucht hatte. "Er kann ja auch mich anrufen. Ich bin eine eigene Person."
Nicht nur der Teamchef bekam sein Fett weg, auch ein Angriff auf die Medien konnte sich Scharner nicht verkneifen. "Scheinbar ist der Kapitän in den österreichischen Medien der Watschenmann", vermutete der England-Legionär und setzte fort: "Übertrieben gesagt: Ein Scharner als Kapitän steht keinem gut zu Gesicht."
"Bei mir gibt es ja keine Sex-Affären oder Alkohol am Steuer"
Er selbst habe sich in seiner Zeit als Kapitän nichts vorzuwerfen - auch keine taktischen Verfehlungen gegen Spanien, wie sie Constantini geortet hatte. "Da war ich in der zweiten Hälfte vielleicht vier Mal in der gegnerischen Hälfte", betonte der 29-fache Internationale. Auch seine damals getragene Haarpracht rechtfertigte Scharner. "Das ist eben Marketing, damit man im Gespräch bleibt. Bei mir gibt es ja keine Sex-Affären oder Alkohol am Steuer."
Auf der Pressekonferenz in Wien hatte der Ex-Austrianer die Bedeutung des Spielführers noch relativiert: "Im Endeffekt ist es eh wurscht, wer Kapitän ist. Ich war nur Ersatzkapitän für Pogatetz. Wer weiß, was rausgekommen wäre, wenn ich Einser-Kapitän gewesen wäre", sagte Scharner, ohne diesen Gedanken weiter auszuführen.
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