Die beiden kennen einander schon aus gemeinsamen Zeiten in der deutschen Bundesliga. Am 8. März 2003 besiegelte ein 0:6 gegen die damals vom Niederländer betreute Berliner Hertha das Ende von Pacult als Coach von 1860 München. Einen Tag später meldete sich Stevens telefonisch beim Wiener, um ihn zu trösten.
"Ich hatte damals das Gefühl, dass er von seinen Spielern völlig im Stich gelassen wurde. Es ist normal, dass man in so einer Situation gegenüber einem Kollegen Respekt zeigt", meinte der 56-Jährige, der Pacults Betreuer-Laufbahn danach weiterverfolgte. "Jeder Trainer, der entlassen wird, wird besser."
Stevens: "Ich schätze seine Arbeit"
Laut Stevens trifft dies auf Pacult zu. "Ich schätze seine Arbeit sehr. Er macht bei Rapid eine richtig gute Arbeit", lobte der Niederländer seinen Widerpart und bekam selbst ebenfalls Komplimente. "Seine Stärke ist, dass er sehr auf das Mannschaftsgefüge Wert legt. Es gibt keinen Star, jeder muss sich unterordnen", sagte Pacult.
Stevens sei es auch zu verdanken, dass die Salzburger erstmals in der Red-Bull-Ära auf internationaler Ebene positiv auf sich aufmerksam gemacht haben. "Das liegt an seiner Arbeit, dass er ein gutes Kollektiv geformt hat und auch daran, dass er gute Einzelspieler hat", so Pacult.
Die Konzentration auf ein homogenes Mannschaftsgefüge ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen Pacult und Stevens. Im Umgang mit Journalisten etwa sind beide nicht gerade zimperlich. "Aber wie ein Trainer mit den Medien umgeht, muss jeder für sich selbst beurteilen. Ich will kein Oberlehrer sein, Peter hat eben seine eigene Art und Weise", sagte Stevens.
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