Dank Spenden

Familie auf Kreta in bitterer Not: Hilfe rollt an

Burgenland
26.02.2019 08:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit ihren vier Enkelkindern lebt eine alte Frau auf Kreta in einem kleinen Häuschen. Der Zustand des Gebäudes ist katastrophal. Der Verein Griechenlandhilfe versucht nun, mit Spenden die Lebensumstände der Familie zu verbessern. Viele Menschen in Ostösterreich öffnen deshalb jetzt ihre Herzen und Geldbörsen

Die Hintergründe des Dramas sind verworren: Fest steht nur, dass die griechischen Behörden die vier Kinder ihren Eltern abgenommen und bei der Großmutter untergebracht haben. Doch die lebt in einem völlig desolaten Haus auf Kreta und bekommt nur eine kleine Rente, die kaum für sie selbst zum Leben reicht. „Die Zustände sind unvorstellbar, das Haus ist mehr oder weniger eine Ruine“, so Erwin Schrümpf von Griechenlandhilfe.at.

Für den erfahrenen Helfer ist die Vorgehensweise des örtlichen Jugendamtes nicht nachvollziehbar: „Wie kann man einer alten Frau die Verantwortung für vier Kinder übertragen, noch dazu in diesem Umfeld? Das ist doch völlig absurd.“ Gemeinsam mit Helfern vor Ort will der Verein jetzt versuchen, die Lebensumstände zu verbessern: „Mit Unterstützung lokaler Handwerker wollen wir das Haus zumindest in groben Zügen renovieren.“ Finanziert wird dieses Projekt ausschließlich über Spenden - auch die Burgenländer greifen fleißig ins Börserl.

Schrümpf: „Die EU-Politiker sagen, die Krise in Griechenland sei überwunden. Wir sehen bei unserer Arbeit aber das genaue Gegenteil. Die Zahl der Obdachlosen und jener Menschen, die sich vor den Suppenküchen anstellen müssen, steigt ständig. Ich danke allen Menschen in Österreich, die vor dem Leid der Griechen nicht die Augen verschließen und unsere Arbeit unterstützen.“

Kronen Zeitung

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