Johannes Dürr hat von vereinzelten verbalen Attacken anderer Athleten gegen seine Person berichtet. „Anfeindungen gab es ganz wenige, nur von Leuten, die ich nicht kenne. Offizielle Angriffe gab es nur von deutschen Athleten“, sagte der Dopingsünder in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“.
Der Niederösterreicher, der bei Olympia 2014 positiv auf Epo getestet und danach gesperrt worden war, hatte vor einem Monat in einem ARD-Bericht ausführlich über seine eigenen Blutdoping-Praktiken berichtet. Dürr hatte in dieser Saison vergeblich versucht, sich für die derzeit laufende WM in Seefeld zu qualifizieren.
Zu den Reaktionen auf seine Beichte fügte er an: „Jonas Dobler schrieb, auch er sei ‘jahrelang von Dürr betrogen worden‘ - das klingt, als ob mit mir der Betrug geendet hätte! Da frage ich mich, wie geht der damit um, wenn Russen neben ihm am Start stehen und andere Athleten, die Verdachtsmomente haben? Wer sich da die Fragen, die ich öffentlich aufgeworfen habe, nicht selber stellt, müsste blind sein.“ Er hätte von „sauberen Athleten“ eher erwartet, dass diese seine Meinung teilen.
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