Do, 21. März 2019
16.02.2019 08:42

Slalom-Spektakel

Gold-Henrik genoss die süße Rache an Hirscher

Henrik Kristoffersen schien in diesem Winter an Marcel Hirscher schon zerbrochen zu sein, aber der Norweger schlug bei der WM zurück und nahm ihm nach 19 Niederlagen im Riesentorlauf am Freitag Gold weg.

Henrik genoss
Henrik saß im Zielraum am Boden und ließ den Kopf nach hinten sinken. Hätte der Norweger keine Ohren gehabt, das Grinsen wäre rundherum gegangen. Dann riss er glücklich die Hände nach oben. Rache ist zwar in Norwegen nicht Powidl, aber trotzdem süß - und das genoss Henrik Kristoffersen sichtlich in vollen Zügen.

Erste WM-Medaille
Die erste WM-Medaille seiner Karriere. Und das gleich in Gold. Aber was noch mehr runter ging wie Öl: Vor IHM. Neunzehn Rennen lang war Kristoffersen dahinter gelandet. Und je mehr Henriks letzter Sieg beim Slalom in Kitzbühel 2018 in die Ferne rückte, desto mehr attestierten viele, an ihm schlicht zerbrochen zu sein. Aber gestern in Åre schlug der ehrgeizige Norweger zurück, mit seinem ersten Riesentorlauf-Sieg seit fast vier Jahren (Meribel 2015) zwang er Marcel Hirscher in die Knie. Endlich, endlich - da machte Henriks Miene kein Geheimnis draus!

„Sieg gehört Team“
Wie ein böser Elch hatte er beim Start gebrummt, wie eine Rakete schoss er durch die Riesentorlauf-Tore: „Ich war im zweiten Durchgang voll am Limit - und dann im Ziel nervöser als am Start“, gestand er. Als Marcel im oberen Teil schneller war, kamen böse Erinnerungen auf. Bis zur großen Erlösung. „Wir haben so lange und so hart für diesen Sieg gearbeitet. Ich widme ihn meinem Team, das nicht aufgehört hat, mich anzutreiben“, sagte Henrik gerührt. Was man von ihm gar nicht gewohnt ist.

G. Fraisl, Kronen Zeitung

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