Di, 19. März 2019
15.02.2019 19:58

WM-RTL in Aare

SILBER! Hirscher nur von Kristoffersen besiegt

Schade! Auch Marcel Hirscher hat es vorerst nicht geschafft, bei den Ski-Weltmeisterschaften 2019 in Aare das erste Gold für Österreich zu holen! Der grippekranke Ski-Superstar aus Salzburg musste sich Freitagabend im Riesentorlauf seinem norwegischen Dauerrivalen Henrik Kristoffersen um 0,20 Sekunden geschlagen geben und holte Silber. Dritter wurde der Halbzeit-Führende Alexis Pinturault (FRA), Marco Schwarz wurde als zweitbester Österreicher Fünfter.

Olympiasieger und Titelverteidiger Hirscher war mit der Chance in sein erstes WM-Rennen gegangen, mit Gold seinen Landsmann Toni Sailer zu übertreffen und der erfolgreichste Athlet bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften zu werden. Der 29-jährige Salzburger war deshalb trotz seiner gesundheitlichen Probleme Favorit und fuhr im ersten Durchgang am Nachmittag zunächst auch auf Platz zwei. Nur eine Zehntel hinter Kombi-Weltmeister Pinturault sowie 0,08 Sekunden vor dem mit Nummer eins ins Rennen gegangenen Kristoffersen. Nur 18 Hundertstel trennten also die schnellsten drei Läufer, die Top-6 der Startliste lagen auf den Rängen eins bis sechs.

„Es ist nichts verloren und nichts gewonnen“, resümierte Hirscher zunächst. Er habe seit Jahren „keinen so schnell gesetzten zweiten Lauf gesehen“, sagte er dann unmittelbar vor dem abendlichen Flutlicht-Showdown über den vom österreichischen DSV-Coach Bernd Brunner extrem schnell gesetzten zweiten Durchgang. Mit Schwarz auf Platz zwei legte Kristoffersen als erster des Top-Trios eine überragende Gesamt-Bestzeit vor, damit sicherte sich Hirschers Dauerrivale bereits seine erste WM-Medaille überhaupt. Hirscher startete das Unternehmen Titelverteidigung zunächst ebenfalls stark und machte sogar Zeit gut auf den Norweger. Je länger der Lauf wurde, umso mehr verlor der gesundheitlich angeschlagene Österreicher aber.

Am Ende reichte es immerhin zu seiner insgesamt zehnten WM-Medaille und dem bereits vierten Silber, weil Kombi-Weltmeister Pinturault auf Platz drei zurückfiel. Hirscher schaffte zudem sein viertes RTL-Edelmetall bei den vierten Weltmeisterschaften in Folge. Auch 2013 und 2015 hatte er Silber geholt. Im Medaillenspiegel blieb Österreich aber trotz der fünften Plakette auf Platz acht „picken“. Die restlichen Österreicher hatten mit Stefan Brennsteiner als Bestem auf Halbzeit-Rang zwölf ihre Medaillen-Chancen schon im ersten Lauf liegen gelassen. Zweitbester ÖSV-Fahrer wurde in der Endabrechnung aber Schwarz, der sich mit Laufbestzeit vom 16. auf den 5. Platz nach vorne katapultierte.

„Ich habe schon bei der Besichtigung des zweiten Laufs gesehen, dass man im Mittelteil voll ans Limit gehen muss. Das habe ich gemacht und es hat sich ausgezahlt. Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Kärntner. „Wenn ich im ersten die Fehler nicht habe, würde das auch passen. Aber hätti-tätti-wari gibt es nicht. Mit dem fünften bin ich sehr glücklich“, betonte der Kärntner, der bereits Kombi-Bronze und Team-Silber hier gewonnen hatte. „Die zwei Medaillen beflügeln sicher, dass ich da ohne Druck fahren kann.“ Auf Platz neun landete Brennsteiner, auch für den Salzburger war es das bisher beste Resultat. „Auf dem Niveau ein Top-Ten-Ergebnis, da bin ich sehr zufrieden“, freute sich Brennsteiner. „Der zweite Lauf war sehr am Limit. Trotzdem habe ich noch eine akzeptable Zeit runtergebracht.“

Manuel Feller wurde 15. und sprach nachher davon, dass er sich etwas schwer auf dem Hang tue. „Letztes Jahr ist es schon mein schlechtestes Rennen gewesen, heute definitiv auch nicht mein bestes Skifahren“, befand der Tiroler. „Nichtsdestotrotz habe ich alles probiert, ich habe mein Bestes gegeben. Mehr kann ich schlussendlich nicht machen.“ Der Halbzeit-23. Roland Leitinger fädelte im Finale ein. „Tollpatschige Geschichte. Ich hätte probiert, richtig Gas zu geben, das ist sich phasenweise auch ganz gut ausgegangen“, sagte der Salzburger. Dann habe er jedoch die Linie und den Speed verloren, als er das Tempo wieder erhöhen wollte, passierte der Einfädler. „Der Ski ist mir einfach innen vorbeigefahren.“

Pech hatte der Deutsche Stefan Luitz. Wie der Deutsche Ski-Verband nach dem Rennen mitteilte, erlitt der Riesentorlauf-Spezialist bei einem Sturz im ersten Durchgang einen Innenbandeinriss im linken Knie. Das hätten Untersuchungen in einem Krankenhaus in Östersund ergeben. Luitz muss etwa vier bis sechs Wochen pausieren, was für ihn das Saisonende bedeutet. Der 26-Jährige hat bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich.

Steckbrief von Marcel Hirscher

Geboren: 2. März 1989 in Hallein

Wohnort:
Annaberg/Salzburg

Familienstand:
verheiratet mit Laura, ein Sohn (geb. 2018)

Verein:
SC Annaberg


Hobbys:
Motocross, Kajak, Musik

Größte Erfolge:

Olympia (2 Gold, 1 Silber): Gold Kombination 2018 Pyeongchang; Gold Riesentorlauf 2018 Pyeongchang; Silber Slalom 2014 Sotschi; 4. Riesentorlauf 2010 und 2014, 5. Slalom 2010
WM (6 Gold, 4 Silber): Gold Slalom 2013 Schladming; Gold Alpine Kombination 2015 Vail/Beaver Creek; Gold Riesentorlauf und Gold Slalom 2017 St. Moritz; Gold Teambewerb 2013 und 2015; Silber Riesentorlauf 2013, Silber Riesentorlauf 2015, Silber Kombination 2017; Riesentorlauf 2019, 4. Riesentorlauf 2009
Weltcup: 7 Gesamtsiege (2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2017/18); Riesentorlauf-Weltcupsieger 2011/12, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2017/18; Slalom-Weltcupsieger 2012/13, 2013/14, 2014/2015, 2016/17, 2017/18; 68 Siege - 32 Riesentorlauf, 32 Slalom, 1 Super-G, 1 Parallel-Riesentorlauf, 2 City Event
Junioren-WM: Gold Riesentorlauf 2007 und 2008 sowie Slalom 2008; Silber Slalom 2007 und Super-G 2009; Bronze Riesentorlauf 2009
Europacup: 3 Siege; Gesamt- und Slalom-Sieger 2007/08
Auszeichnungen: Österreichs „Sportler des Jahres“ 2012, 2015, 2016, 2017, 2018; „Welt-Skifahrer“ 2012, 2015, 2016, 2018; „Europäischer Sportler des Jahres“ 2017

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