06.02.2019 20:59 |

Kommissar DNA

Neue Ermittlungen in Kärntner Mordfall

Mit Pistolenschüssen getötet und dann angezündet: Die Ermordung der Italienerin Anna T. in Völkermarkt beschäftigt seit über zehn Jahren die Polizei. Nach neuen Hinweisen wurden jetzt erneut DNA-Spuren abgeglichen. Zuständig dafür ist die Tatortgruppe der Polizei, die pro Jahr 2700 Spuren sichert. Ein Blick hinter die Kulissen.

Fingerabdrücke, Fasern, DNA-Spuren, Gebissabdrücke, Autoteile - nachdem ein Mountainbiker am 5. Oktober 2008 die damals noch unbekannte Leiche von Anna T. entdeckte, rückten die Spurensicherer an. Anhand der entdeckten Hinweise konnte zuerst das Opfer identifiziert werden, dann wurde ihr Auto, ein kleiner VW, ausfindig gemacht - der Mörder ist nach wie vor auf der Flucht.

Durch die akribische Tatortarbeit von damals konnten jetzt neue Ermittlungen in dem Fall durchgeführt werden. Vor kurzem hat die Polizei die DNA von Begleitpersonen der Frau mit jenen Spuren abgeglichen, die damals am Tatort gefunden worden waren. Treffer gab es in diesem Fall bisher keinen. „Wir haben alles unternommen“, erklärt Kriminalamts-Leiter Gottlieb Türk, der den Cold Case Fall bei neuen Spuren wieder neu aufrollen will.

In zwei großen Kellerabteilen lagern im Polizeikommando Kärnten Spuren wie jene vom Mafia-Mord im Völkermarkter Stadtwald. „Morde, Sittlichkeitsdelikte - Cold Case-Fälle liegen oft 30 Jahre lang zurück. Keine Spur wird vernichtet“, so Werner Niedermüller, Chef der Tatortgruppe, die nun erstmals einen Blick hinter die Kulissen gestattet hat. Die Auswertung von den pro Jahr 2700 sichergestellten Spuren führten zuletzt in 100 Fällen direkt zu Tätern.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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