Nur zwei Monate Haft!

Asylwerber drohte Heim in die Luft zu sprengen

Weil er sich nicht an die Heimregeln hielt, sollte ein Afghane (19) von Pasching (OÖ) nach Wullowitz strafversetzt werden. Daraufhin drehte der junge Asylwerber durch, randalierte und drohte, das Containerdorf anzuzünden und in die Luft zu sprengen. Der Störenfried - er hatte schon zuvor einen Betreuer bedroht - bekam neun Monate Haft, zwei davon unbedingt.

Fesch schaut er aus, der Angeklagte, in weinroter Lederjacke, Designer-Jogginghose mit Reißverschlüssen an den Seiten und weißen Designer-Turnschuhen. Ein schmales Bürscherl, mit feinen Gesichtszügen.

Doch hinter dem Engelsgesicht verbirgt sich ein Hang zu Teufeleien: Der 19-Jährige, der seit etwa zwei Jahren in Österreich lebt, hatte am 8. Jänner in Pasching einen Betreuer und einen Zivildiener bedroht, gesagt, er werde sich Benzin holen, das Containerdorf anzünden und in die Luft sprengen, wenn ihm die Betreuer nicht eine andere Unterkunft suchen würden. Dann randalierte er, versuchte trotz Hausverbots ins Heim zu gelangen.

Heimregeln gebrochen
Der 19-Jährige hatte sich nicht an die Heimregeln gehalten, eine Woche zuvor neben einem Betreuer auf einen Türrahmen geschlagen und sollte deswegen in eine Asylunterkunft nach Wullowitz versetzt werden. Er wollte aber unbedingt in der Nähe von Linz bleiben.

Versuchte schwere Nötigung
Richterin Margit Kreuzer verurteilte den teilweise geständigen Angeklagten wegen versuchter schwerer Nötigung und versuchten Hausfriedensbruchs zu neun Monaten Haft, zwei davon unbedingt. Gut einen Monat hat der Afghane schon in U-Haft abgesessen. Er nahm das Urteil an.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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