Drama um Kicker

Sala schon tot? Suche mit Flugzeug fortgesetzt

Die Suche nach dem verschollenen Fußball-Profi Emiliano Sala, der wohl beim Absturz eines Kleinflugzeuges in den Ärmelkanal ums Leben gekommen sein dürfte, ist am Donnerstag fortgesetzt worden. „Wir beginnen mit einer Suche an der Küste“, teilte die Polizei der britischen Insel Guernsey mit. Die Rettungkräfte verfolgeten zuletzt vier mögliche Unfall-Szenarien. Nun komme auch ein Flugzeug zum Einsatz.

Am Dienstag und Mittwoch hatten sich bereits mehrere Flugzeuge aus Großbritannien und Frankreich sowie Rettungsboote an der Suchaktion beteiligt. Das Kleinflugzeug, das Sala von Nantes in die walisische Hafenstadt Cardiff bringen sollte, war am Montagabend rund 20 Kilometer nördlich von Guernsey von den Radarschirmen verschwunden. Mit Sala an Bord war nach Angaben der Küstenwache von Guernsey lediglich der Pilot. Britischen Medien zufolge handelte es sich um einen 60-jährigen Vater dreier Kinder aus dem nordenglischen Scunthorpe.

Kaum Überlebenschance
Der Leiter des Kanalinsel-Suchtrupps, John Fitzgerald, hob im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP hervor, dass die beiden Flugzeuginsassen höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben seien. Derzeit sei es sehr kalt und windig und die See sehr rau. „Ich denke, selbst der abgehärtetste Mensch dort draußen müsste wirklich sehr hart sein, um derart lange zu überleben“, betonte Fitzgerald.

Der 28-jährige Stürmer Sala hatte erst am Samstag einen Vertrag zum Wechsel vom französischen Ligue-1-Verein FC Nantes zum Premier-League-Club Cardiff City unterzeichnet. Die Ablösesumme für den Argentinier soll 17 Millionen Euro betragen haben. Am Montag hatte Sala im Trainingszentrum von Nantes seine Sachen abgeholt, bevor er sich mit einer Propellermaschine vom Typ Piper PA-46 Malibu auf den Weg nach Cardiff machte.

„Ich habe so Angst“
Kurz vor seinem Verschwinden hatte Sala in einer WhatsApp-Nachricht an Freunde Sorgen über den Zustand der Maschine geäußert. „Ich bin im Flugzeug, das so aussieht, als ob es auseinanderfällt. Wenn ihr in eineinhalb Stunden keine Neuigkeiten von mir habt, weiß ich nicht, ob man jemanden auf die Suche nach mir schickt, weil man mich nicht finden wird. Ich habe solche Angst“, sagte er in der Sprachnachricht und befürchtete das Schlimmste.

Die Mutter des Spielers, Mercedes Sala, hatte im argentinischen Fernsehen gesagt, das Kleinflugzeug habe dem Cardiff-Clubchef Mehmet Dalman gehört. Dalman widersprach dem „kategorisch“ und führte aus, sein Verein habe Sala einen Linienflug angeboten. Der Spieler habe aber seine „eigenen Vorbereitungen“ getroffen. Salas Freundin witterte zuletzt gar ein Verbrechen.

Nach Angaben der britischen Behörde zur Untersuchung von Luftfahrtunglücken (AAIB) war die Unglücksmaschine in den USA registriert. Im Ärmelkanal wurden seit dem Beginn der Suchaktion mehrere Trümmerteile gesichtet, die möglicherweise von dem Flugzeug stammten.

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