23.01.2019 17:39 |

Heller Lichtblitz

Einschlag von Meteorit während Blutmond gefilmt

In der Nacht auf Montag konnten Menschen aus aller Welt eine totale Mondfinsternis beobachten, die - weil uns der Erdtrabant besonders nahe war - auch als Blutmond bezeichnet wurde. Die wenigsten dürften aber bemerkt haben, dass, während der Erdschatten den Mond verdunkelte, ein Meteorit auf diesem einschlug - obwohl der kosmische Brocken einen hellen Lichtblitz erzeugte, der sogar mit freiem Auge sichtbar war.

Der Einschlag dauerte zwar nur Sekundenbruchteile, konnte aber von etlichen Observatorien aufgezeichnet werden. Unter anderem vom Griffith Observatory in Los Angeles, das auf der Südseite des Mount Hollywood auf 300 Metern Seehöhe liegt und von dem die Videoaufnahme des Einschlags (siehe oben) stammen.

Im Vorjahr Einschlag zweier Meteoriten gefilmt
Erst im Vorjahr sind spanischen Forschern um Jose Maria Madiedo, der an der Universität im spanischen Huelva und an der Royal Astronomical Society tätig ist, spektakuläre Aufnahme von sogenannten Mondblitzen geglückt: Sie filmten mit Teleskopen von der Erde aus, wie im Juli binnen 24 Stunden zwei kleine Meteoriten auf dem Erdtrabanten einschlugen. Die europäische Raumfahrtagentur ESA veröffentlichte die Aufnahmen (siehe Video unten) dann Anfang August auf ihrer Website.

Das Team um Madiedo hatte auch im September 2013 gefilmt, wie ein Meteorit auf dem Mond einschlug. Laut Angaben der Astronomen erzeugte der Einschlag des rund kühlschrankgroßen Meteoriten im sogenannten Mare Nubium (lateinisch für Wolkenmeer) einen rund acht Sekunden dauernden Lichtblitz, der - gute Sicht vorausgesetzt - von der Erde aus sogar mit freiem Auge sichtbar gewesen wäre, da er fast so hell war wie der Polarstern.

Die Sprengkraft des rund 400 Kilo schweren kosmischen Brockens, der mit einer Geschwindigkeit von 61.000 Stundenkilometern auf dem Mond einschlug, entsprach laut Berechnungen der Forscher 15 Tonnen TNT. Der Aufprall des Meteoriten dürfte auf der Mondoberfläche einen Krater mit einem geschätzten Durchmesser von 40 Metern hinterlassen haben.

Nächste totale Mondfinsternis erst 2028
Wer das Ereignis verpasst hat, der muss sich leider lange gedulden, bis die nächste totale Mondfinsternis im vollen Verlauf zu sehen ist. Erst am Silvesterabend 2028 hat man in Wien wieder die Gelegenheit, ein solches Spektakel zu beobachten.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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