Die Teilnahme der Niederösterreicherin bei den Olympischen Spielen ist fix. Aus Fehlern bei den letzten Winterspielen hat sie gelernt, ihr Schlüssel zum Erfolg ist jetzt „einfach Spaß haben und genießen“. Abseits der Piste geht's die 27-Jährige dafür ruhiger an ...
Als Vierergespann mit rund 70 km/h über die eisigen Pisten. Ja, Kollisionen und Stürze gehören beim Snowboardcrossen fast genauso dazu, wie der Helm und die gepolsterten Rennanzüge, um ebenjene abzufedern. Das weiß auch die blau-gelbe Olympia-Starterin Pia Zerkhold, die im Schnee regelmäßig Vollgas gibt, privat dafür eher auf der Bremse steht ...
„Ich hab eigentlich nur so richtige Oma-Hobbys“, lacht die 27-Jährige. Geschick und technische Finesse benötigt sie für die zwar auch, Kampfgeist und Sturzhelm wohl eher nicht. „Am liebsten tu ich Häkeln und Töpfern. Im Sommer zieht’s mich dann aber schon ans Meer nach Spanien oder Portugal – ich liebe Surfen.“
Jetzt geht’s aber erst einmal zur Generalprobe zum Weltcup nach China, bevor am 6. Februar die olympischen Spiele in Italien beginnen. Die weiteren „Vorbereitungsrennen“ auf das ganz große Spektakel wurden von den jeweiligen Veranstaltern in Georgien und Frankreich nämlich aus organisatorischen Gründen ersatzlos gestrichen.
Highlight kann kommen
Die Vorfreude auf Milano Cortina ist groß, aus Fehlern bei Peking 2022 hat die Scheibbserin gelernt. „Beim letzten Mal hatte ich mental richtige Schwierigkeiten. Das Wichtigste hat mir gefehlt: der Spaß“, reflektiert Zerkhold. Woran das lag? „Im Weltcup bekommen wir medial null Aufmerksamkeit, bei Olympia war das plötzlich ein ganz anderes Kaliber. Ich habe mir selbst großen Druck gemacht, den Fokus auf das Wesentliche verloren. Zukünftig möchte ich bei mir bleiben und einfach genießen. Am Ende des Tages ist Olympia ja auch nur ein ganz normales Rennen.“
Auf der kleineren großen Bühne ist die Umsetzung zum Beispiel bei der Snowboard-WM 2023 gelungen, da erreichte sie mit Niederösterreich-Kollegen Jakob Dusek die erste Silbermedaille im Mixed-Bewerb fürs Heimatland.
Ohne Heer wär’s schwer
Obwohl Snowboardcross eine spannende und abwechslungsreiche Disziplin ist, bleibt es eine Nischensportart. „Ohne das Bundesheer könnte ich das Boarden so nicht ausüben. Mein Job ist der Sport, und dafür werde ich bezahlt. Das ist wirklich sehr cool“, strahlt Zerkhold. Eine Karriere in der Kaserne kann sie sich nach dem sportlichen Aus trotzdem nicht vorstellen. „Ich möchte Volksschullehrerin werden“, grinst die Olympiasportlerin.
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