Fr, 19. Oktober 2018

Zwei helle Lichtblitze

04.08.2018 07:05

Einschlag zweier Meteoriten auf dem Mond gefilmt

Spektakuläre Aufnahmen von sogenannten Mondblitzen sind spanischen Forscheern gelungen: Sie filmten mit Teleskopen von der Erde aus, wie im Juli binnen 24 Stunden zwei kleine Meteoriten auf dem Erdtrabanten einschlugen. Vor Kurzem hat die europäische Raumfahrtagentur ESA die Aufnahmen (siehe Video oben) auf ihrer Website veröffentlicht.

Aufgezeichnet haben Wissenschaftler um Jose Maria Madiedo, der an der Universität im spanischen Huelva und an der Royal Astronomical Society tätig ist, die Einschläge am 17. und 18. Juli mithilfe dreier Teleskope, die Teil eines Programms namens Moon Impacts Detection and Analysis System (kurz: MIDAS) sind, das die Oberfläche des Mondes überwacht.

Ersten Schätzungen hatten die Meteoriten - vermutlich Teile von Asteroiden oder Kometen - in etwa die Größe einer Walnuss. Das genügte aber, um beim ungebremsten Aufprall auf dem Mond (weil dieser keine Atmosphäre besitzt, Anm.) einen von der Erde aus deutlich sichtbaren Lichtblitz zu erzeugen. Etwas, das Menschen schon seit Hunderten Jahren immer wieder beobachtet haben.

Meteoriten vermutlich Überreste von Komet
Die beiden Meteoriten stammen wahrscheinlich vom Meteorschauer der Alpha-Capricorniden, für die ein fast erloschener Komet mit dem Katalognamen 169P/NEAT verantwortlich zeichnet. Die Alpha-Capricorniden zählen mit einer Geschwindigkeit von rund 23 Kilometern/Sekunde zu den eher langsamen Meteoren, die von Anfang Juli bis etwa Mitte August die ganze Nacht über beobachtbar sind.

„Durch das Studium der Meteoriten-Einschläge auf dem Mond können wir abschätzen wie viele solcher Brocken auf dem Erdtrabanten einschlagen und wie häufig. Daraus lassen sich dann auch Rückschlüsse auf das Einschlagsrisiko auf der Erde ableiten“, wird Madiedo auf der ESA-Website zitiert.

Das Team um Madiedo sorgte bereits im Februar 2014 mit Videoaufnahme (siehe unten) eines großen Meteoriten-Einschlags auf dem Mond für Aufsehen. Damals schlug ein etwa 400 Kilogramm schweren Felsbrockens auf der Oberfläche des Erdtrabanten ein und erzeugte einen Lichtblitz, der auch von der Erde mit dem freien Auge erkennbar war.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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