22.01.2019 14:18 |

„Alles abverlangt“

Schneechaos: Einsatz des Bundesheeres in Zahlen

Unfassbare Schneemengen, Lawinengefahr, die stellenweise Kategorie 5 erreichte, von der Außenwelt abgeschnittene Ortschaften und eingeschlossene Menschen: Es waren wahrlich kräfte- und nervenzehrende Tage, als über Österreich der Winter hereinbrach, mit selten da gewesener Wucht und begleitet von Schnee und Sturm. Am Dienstag zog das Bundesheer Bilanz rund um seinen 13-tägigen Assistenzeinsatz, der erstmals in sechs Bundesländern gleichzeitig stattfand. 

Von 6. bis 19. Jänner waren die Soldaten des Bundesheeres im Schneeeinsatz gestanden. In Spitzenzeiten waren bis zu 1700 Soldaten pro Tag, davon 910 Grundwehrdiener, 20 Hubschrauber, 30 Pionierfahrzeuge und 40 Transport- und Groß-Kfz gleichzeitig eingesetzt. Dabei wurden insgesamt 87.000 Arbeitsstunden geleistet.

125 Lawinensprengungen
Insgesamt 258 Stunden waren die Hubschrauber des Bundesheeres zudem im Einsatz, führten dabei 852 Starts und Landungen durch. Auch Lawinensprengungen fielen in den Einsatzbereich der Soldaten, 125-mal hoben dafür die Heereshelikopter ab, 850 Kilogramm Sprengstoff wurden dafür verwendet. Um mögliche weitere Einsätze im Ernstfall ebenfalls abdecken zu können, seien überdies zwischen 750 und 1000 Soldaten in Bereitschaft gehalten worden, hieß es. 

„Einsatz hat Mannschaft und Gerät alles abverlangt“
„Der Einsatz hat Mannschaft und Gerät alles abverlangt. Die Piloten sind ihre Einsätze zur Rettung von Personen und zur Unterstützung der Bevölkerung bei widrigsten Witterungs- und Sichtbedingungen geflogen. Das hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Hubschrauber bei einem solchen Einsatz sind und dass sich die Bevölkerung auf die Hilfe aus der Luft verlassen kann", sagte Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ).

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