17.01.2019 14:32 |

Elf Tage eingeschneit

Weg zu Nonnen frei - sie wollen dennoch bleiben

Jene 30 Nonnen, die seit elf Tagen im Kloster „Maria im Paradies“ auf der Kinderalm (1300 Meter) in St. Veit im Bundesland Salzburg wegen der Schneemassen eingeschlossen sind, werden auch dort bleiben. Sieben Besucher waren schon zu Beginn ausgeflogen worden. Nun wurde der Weg zum Kloster mit schwerem Räumgerät freigemacht.

Eineinhalb Kilometer - so lange ist der Weg vom Tal zum Kloster „Maria im Paradies“ auf der Kinderalm in St. Veit. Seit elf Tagen war der Güterweg knapp eineinhalb Meter hoch eingeschneit. Am Donnerstag nahm die Gemeinde nun mit schwerem Gerät die Räumung in Angriff. Die 30 verbliebenen Nonnen sowie ein Priester haben Bürgermeister Manfred Brugger in mehreren Telefonaten versichert, dass sie genug Lebensmittel und Heizmaterial haben. Die Schwestern leben dort oben so gut wie autark.

„Uns geht es gut. Die Lage ist stabil“
Sieben Gäste, die sich im Kloster aufgehalten hatten, wurden bereits zu Beginn der Schneefälle ausgeflogen. Brugger bot den Schwestern an, im Pfarrhaus zu übernachten, bis sich die Schneesituation entspannt hat. Diese lehnten ab. „Uns geht es hier gut. Wir haben uns alle ins obere Haus zurückgezogen. Das ist noch ein sehr neues Gebäude. Im unteren Teil wird, bis es völlig ungefährlich ist, vorerst niemand wohnen“, erklärte die Priorin des Klosters.

Die Schwestern von Bethlehem verbringen die meiste Zeit schweigend und betend in ihren Zimmern, führen ein zurückgezogenes Leben. Deswegen wollten sie auch nicht weg.

Manuela Kappes
Manuela Kappes
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