08.01.2019 19:11 |

Gefahr nun „sehr groß“

Höchste Lawinenwarnstufe: Schneewalze rollt weiter

Die Schneewalze rollt weiter und sorgt nun in immer mehr Regionen dafür, dass die höchstmögliche Lawinenwarnstufe ausgerufen wird. Den Anfang machte am Dienstagabend die Steiermark, wo nun in den nördlichen Bergregionen „sehr große“ Gefahr herrscht. Auch in den Ybbstaler Alpen in Niederösterreich gilt ab Mittwoch Warnstufe 5.

Für die steirischen Nordalpen wurde am Dienstagabend die höchste Lawinenwarnstufe der fünfteiligen Skala („sehr groß“) verhängt, wie nach der Sitzung des Landeskoordinationsausschusses mitgeteilt wurde. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer erklärte, man erwarte bis zum Freitag noch bis zu einem Meter Neuschnee in Teilen der Obersteiermark. „Ich habe mit mehreren Bürgermeistern gesprochen, alle sagen, dass sie derzeit zurecht kommen. Sie sagten aber auch, sag‘ den Einsatzorganisation ja, dass wir alle sehr dankbar sind.“

Schützenhöfer erinnerte daran, dass es in der Steiermark in den Jahren 1986 und 2006 schon solche Situationen gegeben hatte: „1986 herrschte Schneekettenpflicht in Graz und in der Herrengasse waren Skilangläufer. Wir wünschen uns als Wintersportland ja oft Schnee, jetzt haben wir ihn.“ Er wolle daran erinnern, dass Straßensperren eine Vorsichtsmaßnahme seien: „Die Sicherheit hat Vorrang, das ist uns lieber als Verletzte oder gar Tote.“Man hoffe auf Wetterverbesserung, dies könnte ab Freitag zu Mittag der Fall sein, dann wären auch Hubschrauberflüge wieder möglich, hieß es.

In den Ybbstaler Alpen in Niederösterreich sorgt weiterer Neuschnee ebenfalls für eine Anstieg der Lawinengefahr auf „sehr groß“. Die höchste Warnstufe 5 werde am Mittwoch erreicht, teilte der Lawinenwarndienst mit. „Tendenz: Die Situation bleibt angespannt.“ Mit den enormen Schneemengen sind „spontane Entladungen in Form von trockenen Schneebrett- und Lockerschneelawinen aus den Hochlagen zu erwarten, die in tiefere Schichten durchreißen und somit große bzw. sehr große Ausmaße annehmen können“, wurde betont.

Zivilschutz-Warnung ausgegeben
Die angespannte Lawinensituation in weiten Teilen des Landes und die vorausgesagten weiteren Schneefälle haben den Zivilschutzverband am Dienstag zu einer eindringlichen Warnung veranlasst: Vorsicht und Vorsorge seien angebracht, man solle sich mit Essen und Trinken für mindestens eine Woche im Voraus eindecken.

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