31.12.2018 09:04 |

Aufbruchstimmung

ÖSV-Damen mit großen Versprechen ins neue Jahr

Zwar ist sich auch am Semmering kein weiterer Podestplatz mehr ausgegangen, dennoch geht man bei Österreichs Skidamen zufrieden ins neue Jahr. Die vierten Plätze von Stephanie Brunner im Riesentorlauf und der erst 21-jährigen Katharina Liensberger im Slalom sorgten für Begeisterung am Zauberberg und machten Lust auf mehr. Schon am Dienstagabend geht es mit dem City Event in Oslo weiter.

Mit der ersten Weltcup-Prüfung des Jahres 2019 beginnt auch bei den ÖSV-Damen die heiße Phase der WM-Qualifikation. Davor darf noch gefeiert werden, denn Silvester steigt für den Tross der jeweils 16 qualifizierten Damen und Herren auch diesmal wieder in Norwegens Hauptstadt.

„Es wird nur ein Glas Sekt werden. Ich bin aber eh nicht mehr so die Silvester-Feierin, das habe ich in meinen jungen Jahren erledigt“, ulkte die 22-jährige Katharina Truppe nach Platz fünf im Semmering-Slalom. Auch die Kärntnerin zeigte vor dem Jahreswechsel klare Aufwärtstendenz. Mit ihr, Liensberger und Bernadette Schild sollten drei WM-Slalomstarterinnen für Aare fix sein. Katharina Gallhuber fehlt bekanntlich nach Kreuzbandriss.

Brunner bewies am Semmering, dass sie längst das Zeug zum Siegen hat. „Mit Fehlern trotzdem vorne mit dabei“, resümierte die Tirolerin, nachdem sie das Podest um vier Hundertstel verpasst hatte. Immer konstanter fahren im Riesentorlauf auch die Semmering-Siebente Ricarda Haaser („Ich komme dem ganzen immer näher“) sowie Anna Veith.

Veith hat im Gegensatz zu ihren Technik-Kolleginnen nun eine Pause bis St. Anton, hat ihre Ansprüche aber schon wieder deutlich nach oben geschraubt. „Schade, dass ich diese Chance nicht zu mehr genutzt habe“, war sie nach Platz acht und Rang fünf zur Renn-Halbzeit am Semmering nicht wirklich zufrieden. Die Salzburgerin ist längst schon wieder so ehrgeizig wie vor ihrer schweren Verletzung. „Ich will mehr, irgendwann auch wieder Seriensiege. Und ich hoffe vor der WM noch auf einen weiteren Schritt vorwärts.“

Nach zwei Siegen und insgesamt sieben Podestplätzen blickte Jürgen Kriechbaum vor dem Jahreswechsel durchaus zufrieden auf den bisherigen Saisonverlauf. „Natürlich wird alles überstrahlt von Nici Schmidhofers Doppelsieg in Lake Louise. Das in Verbindung mit Platz zwei von Conny Hütter war schon richtig stark“, sagte der ÖSV-Damenchef. „Und Brunner kann mittlerweile mit den Schnellsten mithalten und sogar Rennen gewinnen“, ist Kriechbaum überzeugt. Dasselbe gelte auch für den Slalom. „Man kann also einerseits zufrieden bilanzieren, sieht aber, dass auch mehr drin ist. Wir werden versuchen, weiterhin eine gute Performance zu bieten.“

Semmering 2018 wird immer auch dafür stehen, dass Petra Vlhova dort nach dem knappsten ersten Durchgang aller Zeiten als erste Slowakin einen Riesentorlauf gewonnen hat. Die 23-Jährige ist seit längerem die härteste Technik-Gegnerin von Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin sicherte sich nach ihrem Triplesieg vor zwei Jahren diesmal zwar „nur“ den Slalom (wieder einmal vor Vlhova), ist nun aber die erste Vierfach-Siegerin auf dem Zauberberg.

Österreichs Damen mussten bei aller Aufbruchstimmung zur Kenntnis nehmen, dass am Semmering - wenn auch knapp - wie vor zwei Jahren keine Podestplätze drin waren. Letzte ÖSV-Siegerin dort war Veith noch als Anna Fenninger 2012 im Riesentorlauf gewesen.

Die nächsten Chancen der ÖSV-Ladies vor Heimpublikum zu überzeugen, sind nicht fern. In Flachau steigt am 8. Jänner unter Flutlicht der Slalom-Klassiker, die Schneekontrolle fiel am Sonntag positiv aus, dem Rennen steht also nichts im Wege. Danach kehrt St. Anton nach sechs Jahren mit Abfahrt und Super-G (12./13.1.) wieder in den Weltcup zurück. Dort hofft man dann auch auf das Comeback von US-Star Lindsey Vonn.

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