19.12.2018 13:12 |

Auf Grußkarte

Integrationsbeauftragte lässt Weihnachten weg

Eine Weihnachtskarte ohne das Wort Weihnachten drauf, verschickt von der Integrationsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, erhitzt derzeit die Gemüter in unserem Nachbarland. Zwar sind weihnachtliche Mützen und im Hintergrund ein am Computer festlich geschmückter Christbaum zu sehen, doch auf der Karte ist zu lesen: „Egal woran Sie glauben ...“ Kritik kommt nicht nur von zahlreichen Internetusern, sondern auch von Politikern - und selbst Islam-Experte Ahmad Mansour sagt: „Selbstverständlich muss man Christen beglückwünschen können, vor allem als Politikerin und als Integrationsbeauftragte!“ Eine Migrationsexpertin spricht gar von „falsch verstandener Toleranz“. 

„Egal woran Sie glauben ... wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr“, heißt es auf der Karte der CDU-Politikerin Annette Widmann-Mauz, die Staatsministerin bei Kanzlerin Angela Merkel ist. Ein Foto der Karte, auf dem Widmann-Mauz mit ihrem Team zu sehen ist, postete die Politikerin am Dienstagabend selbst auf Twitter und Facebook. Dazu schrieb sie: „Fröhliche Weihnachten allen in Deutschland!“ Am Sonntag hatte sie bei Facebook außerdem gepostet: „Ich wünsche Ihnen einen schönen 3. Advent!“

„Falsch verstandene Toleranz“
Sevim Dagdelen, Migrationsexpertin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, kritisierte in der „Bild“: „Es ist bedauerlich, dass falsch verstandene Toleranz augenscheinlich dazu führt, dass Weihnachten, das Fest der Liebe, unsichtbar wird.“ Den Psychologen, Autoren und Islam-Experten Ahmad Mansour zitierte „Bild“ mit den Worten: „Selbstbewusst ist anders! Selbstverständlich muss man Christen beglückwünschen können, vor allem als Politikerin und als Integrationsbeauftragte!“

Scharfe Kritik aus der eigenen Partei
Auch aus der eigenen Partei gibt es der „Bild“ zufolge scharfe Kritik. Sylvia Pantel (CDU), Mitglied im Familienausschuss des Bundestags, sagte demnach: „Wer als Regierungsmitglied in der Weihnachtszeit eine Grußkarte mit den Worten ,Egal woran Sie glauben ...‘ verschickt, muss sich fragen lassen, für welche Werte er steht und welche Bedeutung die Karte haben soll.“ CDU-Innenexperte Marc Henrichmann meinte: „Integrieren kann nur, wer eigene Werte nicht ausblendet, sondern sie überzeugt vertritt.“

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