Nach Erfolg in USA

Amazon könnte Alexa-Mikrowelle nach Europa bringen

Elektronik
18.12.2018 10:43

Amazon erwägt, seine Mikrowelle mit Sprachsteuerung doch noch nach Europa, konkret zunächst nach Deutschland, zu bringen. Das Gerät sei zwar ursprünglich als Referenzmodell zur Demonstration der Einbindung der Sprachassistentin Alexa gedacht gewesen, so Amazon-Geräte-Chef Dave Limp. Die in den USA knapp 60 Dollar (rund 52 Euro) teure Mikrowelle sei aber so populär geworden, dass der Konzern über eine breitere Vermarktung nachdenke. Man wolle allerdings erst sehen, wie sich das Interesse in den kommenden sechs Monaten entwickle.

Dessen ungeachtet dürften in der zweiten Jahreshälfte 2019 auch diverse Hausgeräte anderer Hersteller mit Alexa-Sprachsteuerung in den Handel kommen. Amazon bietet dafür einen Einbau-Chip an. Mit Herstellern werde bereits an der Integration gearbeitet, so Limp. Sie könnten dabei auch eigene Weck-Wörter statt „Alexa“ verwenden.

(Bild: Amazon)

Kein Nachteil gegenüber Apple und Google
Amazon
hatte mit den Echo-Geräten die Kategorie der vernetzten Lautsprecher mit Sprachassistenten an Bord überhaupt erst etabliert. Inzwischen sind Google und Apple auf Aufholjagd. Darin, dass Alexa-Nutzer dadurch auf die Software nicht gleichermaßen außerhalb des Hauses zugreifen können wie auf den Google Assistant auf Android-Smartphone oder auf Apples Siri auf dem iPhone, sieht Limp keinen größeren Nachteil für Amazon. „Das erlaubt es uns, keinen mobilen Assistenten bauen zu müssen“, sondern sich auf Funktionen für Zuhause zu konzentrieren.

(Bild: Amazon)
(Bild: Amazon)

Alexa-Nachrüstlösung fürs Auto
Zugleich arbeitet der Konzern daran, Alexa im Auto direkt in die Infotainment-Anlagen zu integrieren. Als Nachrüstlösung testet Amazon zunächst in den USA das kleine Gerät Echo Auto, mit dem man per Sprachbefehl zum Beispiel die Musik auswählen oder von unterwegs vernetzte Geräte daheim steuern kann. Der Plan sei, es mit der Zeit auch in andere Länder zu bringen, sagte Limp. Echo Auto sei zwar grundsätzlich eine Übergangslösung - die aber angesichts der langen Produktzyklen in der Autoindustrie auch längere Zeit im Markt bleiben könnte.

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