Mo, 17. Dezember 2018

Traumziel

08.12.2018 08:00

Insel-Tagebuch von den Seychellen

Die Seychellen sind ein Traumziel für alle, die feinen Sandstrand, üppige Vegetation mit vielen Kokospalmen und den Indischen Ozean in seinen vielen Blautönen lieben!

Tag eins: Nach einem sehr angenehmen Flug via Dubai mit Emirates sind wir soeben in Victoria, der Hauptstadt, gelandet. Schon vom Flugzeugfenster aus können wir das Meer direkt neben der Rollbahn sehen. Nach einer kurzen Taxifahrt sind wir am Hafen, von wo aus die Fähre auf die Insel Praslin mehrmals täglich übersetzt. Eine Stunde braucht das Schnellboot, und wir legen an. Von Tür zu Tür dauert die Reise fast einen Tag; das ist allerdings vergessen, sobald wir den Fuß ins Raffles Praslin gesetzt haben. Die Zimmer, sprich Villen, sind über den ganzen Hang verteilt, die oberen bieten einen Wahnsinnsausblick über die Bucht mit dem puderzuckerfeinen Sandstrand. Üppige exotische Vegetation bildet einen starken Kontrast zu den Aquatönen des Meeres.

Tag zwei: Man kann sich fast nicht sattsehen: Vom Bett aus oder auch von der Terrasse oder vom kleinen privaten Pool – egal, aus welcher Position, es ist eine Freude, ein Augenschmaus, ein tropisches Paradies, das jetzt einmal „erobert“ werden muss. Das Frühstück ist einmalig; Küchenchef ist der perfekt Deutsch sprechende Ungar Jano Friedl, der aus Sopron stammt. Egal, zu welcher Tageszeit und in welchem der zur Auswahl stehenden Restaurants, man hat den Eindruck, er ist immer präsent.

Nach dem Genuss gibt es viele Optionen: faulenzen am Strand, Stand Up Paddling, schnorcheln, Yoga, Rad fahren, Wellness, Riesenschildkröten füttern. Nach dem Yoga besuchen wir die Schildkröten, verwöhnen sie mit den köstlichen Minibananen, bevor wir endlich dort landen, wo sich ein vor der Dezember-Kälte flüchtender Mitteleuropäer hinwünscht: an den zwar nicht endlos langen, aber dafür extrem schönen Strand, feinster Sand, glasklares Wasser, ein Vergnügen ohnegleichen! Es ist unglaublich, wie schnell ein „Strandtag“ verfliegt. Am Abend gibt es heute im Restaurant Curieuse ein indisches Buffet, ein wahrer Gaumenschmaus!

Tag drei: Wir wollen einen Ausflug auf die Nachbarinsel La Digue machen. Samuel holt uns am Strand mit seinem Motorboot ab und bringt uns in einer halbstündigen Fahrt hinüber, wo wir Fahrräder ausleihen, um die Insel bequem zu erkunden. Das machen hier offensichtlich alle so. Es dauert nicht lange, und wir erreichen L’Union Estate, zahlen 100 Seychellen-Rupien Eintritt, um weiter durch einen wahren Wald aus Kokosnusspalmen zu radeln. Im Park gibt es auch Riesenschildkröten und eine Vanilleplantage, aber – und deswegen kommen die meisten hierher – die Anse Source d’Argent, einen der berühmtesten Strände der Welt. Eindrucksvolle Granitfelsen, flaches Meer, das durch ein vorgelagertes Riff geschützt ist, feiner Sandstrand – es ist eine atemberaubende Szenerie, ein wahres Muss für jeden Seychellen-Urlauber!

Tag vier: Heute steht ein kreolischer Kochkurs mit Robin auf dem Programm. Mit Blick auf den Strand wird gekocht und gegessen, die Geschmackskompositionen sind großartig und können auch gut zu Hause nachgekocht werden. Edouard, der Hoteldirektor vom Raffles Seychelles, empfiehlt uns einen Ausflug zur Anse Lazio, laut Lonely Planet der beste Strand von Praslin und einer der besten des Archipels. Tatsächlich lohnt sich ein Abstecher!

Tag fünf: Mit ein wenig Wehmut nehmen wir Abschied vom Raffles, denn hier gefällt es uns ausnehmend gut, sodass wir durchaus länger bleiben könnten. An der Anse Possession, der Nachbarbucht, treffen wir Sam, Sharon und Romeo, die uns mit einem Dingi abholen, um uns auf die „Sea Star“ zu bringen. Die 40-Meter-Yacht mit drei Masten und fünf Bermuda-Segeln wird uns zum Heim für die nächsten Tage. Freundlich werden wir von den Mitreisenden – es gibt insgesamt 9 Kabinen – und der zehnköpfigen Crew an Bord aufgenommen. Größer könnte der Kontrast nicht sein: Wir haben den Luxus eines 5-Sterne-Hotels gegen das Abenteuer an Bord eines Segelschoners ausgetauscht, aber der Mix ist einfach großartig!

Tag sechs: Der Tag beginnt herrlich mit einem Kopfsprung von der Reling in den Indischen Ozean, danach gibt es ein köstliches Frühstück, und Kapitän Darren lädt zum ersten Schnorchel- bzw. Tauchgang ein. Das Meer ist voller Fische, sogar eine Schildkröte sehen wir, diesmal im Wasser. Es ist eine wahre Freude. Danach stechen wir in See, besuchen dann Curieuse, ehemals eine Lepra-Insel, woran heute noch das Doktorhaus erinnert. Wir treffen – wie könnte es anders sein – frei lebende Riesenschildkröten, wandern durch den Dschungel und kommen dann an einen schönen Strand, an dem uns die Crew mit einem schmackhaften Barbeque erwartet – Fisch, Huhn, Salate, Reis, Erdäpfel, alles einfach und wunderbar. So lässt es sich leben!

Tag sieben: Es ist wahrer Luxus, wenn man nicht nachdenken muss: „Was ziehe ich heute an?“ Badezeug, vielleicht ein T-Shirt. Seit Tagen habe ich keine Schuhe getragen, vielleicht Flip-Flops, doch selbst die braucht hier keiner wirklich, verrät mir Tauchlehrer Sam, ein Brite, der auch nach diesem Motto lebt.

Selbst zu unserem heutigen Ausflugsziel, dem Vallée de Mai auf Praslin, brauchen wir uns über den Dresscode keine Gedanken zu machen. Der Nationalpark, übrigens UNESCO-Weltnaturerbe, ist ein Überbleibsel eines prähistorischen Waldes und eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Seychellen. Nirgendwo sonst gibt es mehr Palmen auf engem Raum, auch die sagenumwobene Coco de Mer wächst in diesem „Garten Eden“.

Tag acht: Wir machen es uns an Bord gemütlich, denn wir verlassen unsere geschützte Bucht – dafür bin ich dem Kapitän sehr dankbar, dass er abends immer eine ruhige Stelle zum Übernachten sucht – und wagen die Überfahrt nach Sainte Anne. Delfine begleiten unseren Weg ein Stückchen, für uns ist das eine wahre Sensation. Das Ende der Reise naht. Leider, denn die Atmosphäre an Bord ist entspannt und locker, alle genießen die Schönheit des Meeresnationalparks, die Sonne und das tropisch gleichmäßig gute Wetter. Selbst jetzt, wenn eigentlich Regenzeit ist, dauern die Schauer jeweils nicht lange, beeinträchtigen keineswegs unser Urlaubsglück.

Andrea Thomas, Kronen Zeitung

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