In der Ecke eines gut gefüllten Lokals im Außerfern schlief eine junge Frau Ende Jänner nach einer durchzechten Ballnacht mit reichlich Alkohol seelenruhig ein. Als sie aufwachte, stand plötzlich ein Polizist vor ihr. Ein Ungar (23) soll die Situation schamlos ausgenützt und die schlafende Tirolerin begrapscht haben.
„Wir haben geflirtet. Sie hat nicht geschlafen, sondern gewusst, was geschieht und sich nicht gewehrt“, rechtfertigte sich der 23-jährige Koch am Innsbrucker Landesgericht. „Und außerdem habe nicht ich ihr die Unterhose hinuntergezogen, sondern das hat sie selbst gemacht.“
„Er hat sich zu ihr hingesetzt und sie unter Rock befummelt“
Mehrere Zeugen schilderten den Vorfall aber anders: „Sie hat geschlafen wie ein Stein - fast leblos. Dann hat sich der Angeklagte zu ihr hingesetzt und sie unterm Rock befummelt.“ Erst als eine Bekannte der Frau einschritt, soll er von ihr abgelassen haben. „Ich habe dann die Polizei gerufen und erst als diese kam, wurde die Frau wach“, schilderte eine Zeugin. Der sexuelle Missbrauch ging offenbar spurlos am Opfer vorbei.
Der Schöffensenat rund um Richter Norbert Hofer hatte keine Zweifel an der Version der Zeugen. Nicht rechtskräftiges Urteil: 21 Monate Haft - 14 davon bedingt.
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