Die "Zebras" hatten das Geschenk des Schiri-Teams dabei gar nicht benötigt, führten sie doch zum Zeitpunkt der Fehlentscheidung bereits 4:0 (2:0).
Der frühere Salzburg-Legionär Christian Tiffert hatte aus fast 20 Metern an die Latte geschossen, von wo der Ball klar ins Feld zurücksprang. Der FSV-Torhüter nahm den Ball auf und wollte weiterspielen, als der Pfiff des Schiedsrichters ertönte.
Ball sprang 1,3 Meter vor Linie auf
Das "Witz"-Tor hat auch den deutschen Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel auf die Palme gebracht. "Das ist ein gravierender Fehler, der einfach nicht passieren darf. Dass der Ball einen Meter vor der Torlinie aufspringt und auf Tor entscheiden wird, das hat's noch gar nie gegeben", sagte der DFB-Instruktor am Montag.
Nach Berechnungen des Abo-TV-Senders "Sky" war der Ball nach dem Lattenschuss von Tiffert genau 1,3 Meter vor der Torlinie aufgesprungen. Referee Marco Fritz hatte gegenüber der "Bild"-Zeitung gemeint: "Ich habe es nicht gesehen, nur reagiert." Er hatte sich auf die Reaktion seines Assistenten verlassen, der sofort auf Tor entschied. "Völlig unverständlich, zumal der Linienrichter richtig gestanden war und kein MSV-Spieler die Hände hochgerissen hat", kritisierte Strigel.
Frankfurter trugen es mit Galgenhumor
Man könne froh sein, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht 0:0 gestanden ist. Der frühere deutsche FIFA-Schiedsrichter Hellmut Krug, der als Beobachter in der MSV Arena gesessen war, fand die Entscheidung "erklärungsbedürftig. Ich habe sofort erkannt, dass der Ball vor der Linie aufgesprungen ist. Die Verlierer trugen es mit Galgenhumor. "So kommen wir wenigsten in jedem Jahresrückblick vor", sagte FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig.
Die Duisburger kämpfen als Tabellenfünfte um den Aufstieg, die Frankfurter als Vorletzte gegen den Abstieg.
Symbolbild
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