Mi, 14. November 2018

0:0 gegen St. Pölten

10.11.2018 18:51

Sturm macht zu zehnt das Spiel, aber keine Tore

Vizemeister Sturm findet auch unter Interimstrainer Günther Neukirchner nicht in die Erfolgsspur. Die nun seit sieben Ligaspielen sieglosen Grazer kamen am Samstag in der 14. Bundesliga-Runde gegen SKN St. Pölten zuhause nicht über ein torloses Remis hinaus, spielten aber nach einer Roten Karte gegen Dario Maresic über eine Stunde lang in Unterzahl.

Die erste Partie nach der Trennung von Heiko Vogel geriet emotionsgeladen und endete mit dem bereits siebenten Unentschieden für Sturm in dieser Saison. Neukirchner sah den Ausgang auf der Tribüne. Er war schon Anfang der zweiten Hälfte wegen Schiedsrichterkritik auf die Tribüne verwiesen worden.

Mählich ante portas
Es dürfte bei einem einzigen Einsatz Neukirchners als „Feuerwehrmann“ bleiben: Denn laut übereinstimmenden Medienberichten wird Ex-Sturm-Spieler Roman Mählich, bisher ohne Oberhaus-Erfahrung als Trainer, in naher Zukunft als Vogel-Nachfolger präsentiert.

Sturm startete wie in den jüngsten Spielen bemüht und durchaus druckvoll: Emeka Eze (15.) und Markus Pink (16.) schossen St. Pölten-Schlussmann Christoph Riegler warm, ehe Peter Zulj die erste Topchance vergab: Der ÖFB-Teamspieler donnerte den Ball mit Rücklage über das Tor (21.). Eine Minute zuvor hatte Schiedsrichter Andreas Heiß nach einer Attacke von Sandro Ingolitisch gegen Otar Kiteishvili im Strafraum weiterlaufen lassen.

Rot für Maresic
Die Drangphase der Steirer sollte abrupt enden: Maresic sprang mit beiden gestreckten Beinen voraus in den Zweikampf gegen Daniel Luxbacher. Der 19-jährige Sturm-Verteidiger spielte dabei den Ball, sah von Heiß aber glatt Rot. Welch emotionales Pulverfass der SK Sturm im Gesamten derzeit ist, unterstrichen die folgenden Momente, in denen der Geschäftsführer Sport Günter Kreissl von seinem angestammten Pressetribünen-Platz hinunter aufs Feld stürmte, um den vierten Offiziellen wütend zur Rede zu stellen.

Die Partie blieb auch nach dem Seitenwechsel hitzig. Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl hielt seiner Mannschaft vorerst gegen Luxbacher den Punkt fest (47.). Dann wurde Neukirchner auf die Tribüne geschickt. Er hatte eine umstrittene Entscheidung von Heiß, der nach Foul an Zulj keinen Vorteil gelten ließ, lautstark und gestenreich quittiert (52.).

Sturm war nun aber sportlich wieder präsenter. Riegler schmiss sich einem Schuss von Eze erfolgreich entgegen (54.). Zuvor hatte Heiß bei einem Kontakt von Thomas Schrammel gegen Pak Kwang-ryong ebenfalls auf Weiterspielen entschieden (66.).

Harmlose Gäste
Während die Gäste trotz Überzahl erstaunlich harmlos blieben, dominierte Sturm in der Schlussphase die Partie. Der Befreiungsschlag gelang bis zuletzt nicht. Die besten finalen Chancen vergaben Lukas Grozurek (82.) und Lukas Spendlhofer (83.), die jeweils am starken Riegler scheiterten.

SK Sturm Graz - SKN St. Pölten 0:0
Graz. Merkur Arena, 9.218, SR Heiß

Sturm: Siebenhandl - Koch, Spendlhofer, Maresic, Schrammel - Lackner - Hierländer (80. Grozurek), Zulj, Kiteishvili - Pink (31. Lovric), Eze (87. Hosiner)

St. Pölten: Riegler - Luan, Ambichl, Drescher - Ingolitsch, Mislov, D. Luxbacher, Rasner (54. Hofbauer) - Pak (70. Schütz), Gartler, Balic (86. Fountas)

Rote Karte: Maresic (27./Foulspiel)

Gelbe Karten: Pink, Eze, Zulj, Lackner bzw. Luxbacher, Rasner, Luan

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.