So, 18. November 2018

Gruppenvergewaltigung

02.11.2018 12:51

Vorwürfe gegen Polizei - weitere Mittäter gesucht

Nach der Gruppenvergewaltigung im deutschen Freiburg kommen nun brisante Details ans Tageslicht. Der mutmaßliche Haupttäter Majd H. soll schon 2017 mit zwei weiteren Männern eine Frau vergewaltigt haben. Zudem wartete die Polizei offenbar mit seiner Verhaftung zu, obwohl schon vor der Tat ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Nun werden zwei weitere Mittäter gesucht.

Bisher hat die Polizei acht dringend tatverdächtige Männer in dem Fall festgenommen. Eine 18-jährige Frau war Mitte Oktober vergewaltigt worden, nachdem sie mit dem mutmaßlichen Haupttäter eine Freiburger Disco verließ. In dem Club hatte sie den Ermittlungen zufolge Drogen konsumiert, die sie möglicherweise wehrlos machten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass insgeasamt bis zu 15 Männer an der Vergewaltigung beteiligt gewesen sein könnten.

Weitere DNA-Spuren gefunden
Nun gibt es zwei weitere DNA-Spuren von nicht identifizierten Männern, die mit keinem der bisher Verhafteten übereinstimmen. Man ist also auf der Suche nach zwei weiteren Mittätern.

Gegen den 22 Jahre alten Hauptverdächtigen sowie einen weiteren Verdächtigen wird den Angaben zufolge auch wegen eines weiteren Sexualdelikts aus dem Jahr 2017 ermittelt. Die Freiburger Ermittler waren in die Kritik geraten, weil gegen den 22-Jährigen bereits eine Woche vor der Gruppenvergewaltigung ein Haftbefehl wegen Drogendelikten vorgelegen hatte. Am 14. Oktober wurde die junge Frau vergewaltigt. Verhaftet werden sollte H. erst am 23. Oktober.

Warum wurde H. erst so spät verhaftet?
Die „Bild“ erhebt nun Vorwürfe gegen die deutsche Polizei. Dem Bericht zufolge war auf dem Haftbefehl vermerkt, dass es sich bei dem 22-jährigen Syrer um einen gefährlichen Intensivtäter handelt.

Reporter des deutschen Blatts machten sich auf die Suche und fanden dem Bericht zufolge relativ schnell seine Wohnung. Der Eingangsbereich wird von zwei Überwachungskameras gefilmt. Auf dem Material soll klar zu erkennen sein, dass H. nach der Tat um 4.45 Uhr nach Hause kommt. Am selben Tag soll er die Wohnung kurz vor Mittag wieder verlassen haben. Die Polizei sicherte das Material erst am 29. Oktober. 15 Tage nach der Vergewaltigung.

Vergewaltigung hatte Demonstrationen zur Folge
In Freiburg hatte die Tat hohe Wellen geschlagen, auch weil sieben der acht Verdächtigen Syrer sind. Zwei von ihnen präsentierten sich laut den Ermittlungen in sozialen Medien als Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Am vergangenen Montag nehmen einige Hundert Anhänger der AfD den Fall zum Anlass, in Freiburg gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Ihnen standen etwa 2.000 Gegendemonstranten gegenüber.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Die neue „Buhlschaft“
Ist das Ihre Traumrolle, Frau Tscheplanowa?
Adabei
Licht, Alarmanlage
So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrüchen!
Bauen & Wohnen
Pulisic heiß begehrt
BVB-Wirbelwind für 80 Mio. Euro in Premier League?
Fußball International
„Sollen uns retten“
Selfie-Eklat: Rossi weist Streckenposten zurecht
Motorsport
„Krone“-Aktion
Funken sollen sprühen
Life
Zwischenbilanz
Seestadt Aspern: Die neue Stadt
Bauen & Wohnen
Aussteiger & Fanatiker
In der Falle: Promis in den Fängen einer Sekte
Video Stars & Society
Erschöpft?
Die Energieräuber ausschalten!
Gesund & Fit
Kolumne „Im Gespräch“
Wozu brauchen wir Vorbilder?
Life
Nations League
Portugal holt Sieg in Gruppe 3 mit 0:0 in Italien!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.