02.11.2018 07:11 |

650-Mio.-Euro-Mission

Sonde „InSight“ soll in vier Wochen am Mars landen

Klappt alles wie geplant, dann wird die NASA-Marssonde „InSight“ am 26. November auf dem Roten Planeten landen (siehe Animation oben). Mit der rund 650 Millionen Euro teuren Mission wollen Forscher tiefer in die Oberfläche eindringen als alle Rover, die bisher zum Mars geschickt wurden. Unter anderem will man mit dem Lander seismische Aktivitäten messen.

Der 360 Kilogramm schwere, nicht mobile Lander, der - anders als die Rover „Curiosity“ (Bild unten) und „Opportunity“ - nicht rollen kann, sondern stationär am Landeort bleibt, soll auf der Marsoberfläche die Entwicklung des Roten Planeten erforschen und herausfinden, ob dessen Kern fest oder flüssig ist wie jener unserer Erde.

Forscher wollen Beben am Mars messen
Dazu soll „InSight“ (der Name steht für Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) mit verschiedenen Instrumenten unter anderem Tiefenbohrungen vornehmen und seismische Aktivitäten messen. Bis zu 100 Marsbeben erwarten die NASA-Wissenschaftler im Lauf der auf zwei Jahre angelegten Mission.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat für die Mission ein Messgerät entwickelt, das bis zu fünf Meter unter die Oberfläche des Mars vordringen kann. Hauptziel der Mission ist es, endlich auch das Marsinnere zu erforschen, nachdem vergangene Missionen bereits viele Daten über die Oberfläche und die Atmosphäre des Roten Planeten gesammelt haben.

Start sollte ursprünglich 2016 erfolgen 
„InSight“ ist Anfang Mai von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus an Bord einer „Atlas“-Rakete seine rund 485 Millionen Kilometer lange Reise zum Roten Planeten angetreten. Der Start des Landers war ursprünglich bereits für 2016 geplant gewesen, wegen eines undichten Forschungsinstruments musste er jedoch um zwei Jahre verschoben werden.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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