Mi, 21. November 2018

Türkischer Politiker:

23.10.2018 10:39

„Khashoggis Leichenteile in Brunnen gefunden“

Kurz bevor der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan „die ganze Wahrheit“ zum Fall Khashoggi enthüllen wollte, behauptet ein Oppositionspolitiker, dass Körperteile des ermordeten und zerstückelten saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi auf dem Grund eines Brunnes am Gelände des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul gefunden worden seien. In dem Gebäude war der Journalist auch ermordet worden.

Dogu Perincek, der Führer der linksnationalistischen türkischen Partei Vatan Partisi, behauptet Medienberichten zufolge, dass die Körperteile auf dem Grund eines Brunnens am Gelände der Konsulats gefunden worden seien. Eine Bestätigung gibt es allerdings nicht. Die türkischen Behörden, die in dem spektakulären Mordfall auf Hochtouren ermitteln, wollten die Aussage den Berichten zufolge nicht kommentieren - schon gar nicht vor der Erklärung von Präsident Erdogan.

15-köpfiges Mordkommando fiel über Khashoggi her
Der im US-Exil lebende saudische Regimekritiker war am 2. Oktober verschwunden, als er im Konsulat seines Landes in Istanbul Papiere für seine bevorstehende Hochzeit abholen wollte. In dem Gebäude soll dann ein 15-köpfiges Mordkommando über den Journalisten hergefallen sein und ihn auf bestialische Weise getötet und Gerüchten zufolge noch lebend zerstückelt haben. Angeblich wurden Khashoggi die Finger abgeschnitten, um sie dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman als Beweis für seinen Tod vorzulegen.

Sogar Body-Double eingesetzt, um von Mord abzulenken
Der Sprecher der türkischen Regierungspartei AKP sprach am Montag von einem „brutal geplanten“ Mord.  So zog - nachdem das Mordkommando Khashoggi getötet hatte - offenbar einer der Agenten die Kleidung des Opfers an und klebte sogar einen falschen Bart auf, bevor er das Konsulat durch einen Hinterausgang verließ. Dadurch sollte der Eindruck erweckt werden, dass der 59-Jährige das Gebäude noch lebend verlassen habe.

Saudis wollen sicherstellen, dass „so etwas nie wieder passiert“
Von Saudi-Arabien kamen bereits mehrere Versionen. So hieß es zunächst, man wisse gar nichts über den Fall. Dann wurde eingeräumt, dass Khashoggi im Konsulat gewesen sei, es aber lebend wieder verlassen habe. Die nächste Erklärung war ein tragischer Unfall bei einem Verhör. In einer weiteren Erklärung war dann nicht einmal mehr von einem Verhör die Rede, und jüngst hieß es, dass der 59-Jährige bei einer Schlägerei starb. Klar sei jedenfalls, dass „so etwas nie wieder passieren dürfe“.

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