Den rabiaten Radau-Brüdern wird Landfriedensbruch, schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Dafür sind Haftstrafen von bis zu drei Jahren vorgesehen. Da selbst der Große Schwurgerichtssaal im Wiener Straflandesgericht nicht Platz für über sieben Dutzend Angeklagte bietet, muss die Verhandlung vermutlich verlegt werden. Als Verhandlungsort kommt das Austria Center Vienna infrage.
Überwachungskamera filmte mit
Die Polizei hatte im vergangenen Mai Tumulte zwischen den rivalisierenden Fan-Gruppen nur deshalb verhindern können, indem Beamte den Bahnsteig abschirmten, worauf zahlreiche Rapid-Fans die Einsatzkräfte attackierten. Die Prügel-Szenen wurden von Überwachungskameras gefilmt. Anhand dieser Bilder konnten im Verlauf der Ermittlungen 165 Gewalttäter ausgemacht werden. Davon konnte das Wiener Landeskriminalamt nach monatelangen Erhebungen 93 Verdächtige namentlich ausforschen.
Mittlerweile sind alle 93 von den Sicherheitsbehörden mit den Vorwürfen konfrontiert worden. Rund ein Drittel der Verdächtigen soll zum harten Kern organisierter Fan-Gruppen zählen und sich bei den Ausschreitungen besonders hervorgetan haben. Der Abschlussbericht der Ermittler liegt seit einigen Wochen bei der Staatsanwaltschaft, wo sich Staatsanwalt Thomas Vecsey nun durch 20 Aktenbände mit ihren Einvernahmen und sonstigen Beweisergebnissen wühlt.
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