Di, 23. Oktober 2018

Verbrecher-Bande

10.10.2018 12:13

Pink Panther zeigten in Tirol schon öfter Krallen!

Sie zählen zu den meist gefürchtetsten Verbrecher-Banden weltweit - und sorgen vor allem durch ihre skrupellose Brutalität für Angst und Schrecken: die „Pink Panther“! Das internationale Netzwerk von Juwelierräubern macht auch vor Tirol nicht halt. Das zeigt nicht nur die jüngste Zerschlagung einer europäischen Zelle!

Die „Pink Panther“ sind perfekt organisiert und für ihr professionelles Vorgehen samt akribischer Tatvorbereitung, aber auch für ihr enormes Gewaltpotenzial bekannt. Ihre Spezialität: Blitzüberfälle auf Nobel-Juweliere. Ein Coup dauert keine 60 Sekunden!

Zwei Coups, zwei Millionen Euro Schaden
Zu spüren bekamen das auch jene Juweliere in Innsbruck und Kitzbühel, die 2016 ausgeraubt wurden. Die Handschrift der „Pink Panther“ war in beiden Fällen klar zu erkennen. Drei bewaffnete Täter stürmten die Nobelgeschäfte, zertrümmerten mit Äxten die Vitrinen, rafften sündteure Luxusuhren und Schmuckstücke zusammen und machten sich daraufhin wieder aus dem Staub. Der Schaden betrug insgesamt 2 Millionen Euro!

Zwei der damals beteiligten Täter konnten im Zuge der europaweiten „Operation Clockwork“ - die „Krone“ berichtete - gefasst werden. Das Serben-Duo sitzt nun in der Schweiz in Haft.

Flucht mit Streifenwagen
Splitter-Gruppen der gefürchteten Bande sorgten in Tirol auch schon 2011 für Aufsehen. Schauplatz war der Innsbrucker Juwelier Leitner in der Maria-Theresien-Straße. Auch damals waren es drei serbische Täter. Einer konnte rasch in der Innenstadt gefasst werden. Seine zwei Komplizen entkamen zunächst - sie schlugen einen Polizisten nieder und rasten mit einem Streifenwagen davon. Ein Polizei-Großaufgebot stellte das Duo dann in Aldrans.

Anderen Überfall vereitelt?
Möglich, dass die „Pink Panther“ auch für einen weiteren Überfall in Kitzbühel 2011 (betroffen war, so wie schon 2016, der bekannte Juwelier Schroll) verantwortlich sind. Dieser Fall ist aber noch ungeklärt. 2015 vereitelte die Tiroler Polizei womöglich einen Überfall in Samnaun, den drei Serben von Ischgl aus geplant haben sollen.

„Pink Panther“: Hunderte Überfälle weltweit!
Laut Interpol sind die „Pink Panther“ seit den 1990er-Jahren aktiv. Allein zwischen 1999 und 2015 soll die professionelle Verbrecherbande in rund 35 Staaten mehr als 380 Raubüberfälle begangen haben. Der Gesamtwert der Beute in diesem Zeitraum: rund 334 Millionen Euro!

Seinen Namen verdankt das Netzwerk dem britischen Scotland Yard. Nachdem 1993 in London ein Juwelier ausgeraubt worden war, versteckten die Täter die Beute (Diamanten im Wert von 500.000 Pfund) in einer Cremedose. Ein Trick, der schon 1963 in einem Kriminalfilm der „Pink Panther“-Reihe angewendet wurde.

Armee- und Miliz-Erfahrungen
Schätzungen zufolge setzt sich das weltweit agierende Netzwerk, aus welchem sich für jede Tat neue Kleingruppen - so genannte Zellen - rekrutieren, aus rund 200 Verbrechern zusammen. Die Mitglieder stammen vorwiegend aus den Balkanstaaten und haben meist eine Armee- oder Miliz-Vergangenheit. Darauf wird auch ihre Skrupellosigkeit im Umgang mit Waffen zurückgeführt.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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