Do, 18. Oktober 2018

Alaba verletzt

06.10.2018 21:11

Bayern-Desaster! Kovac in München angezählt

Bayern München hat seinen Negativlauf mit einer heftigen 0:3-(0:2)-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag fortgesetzt. Das Team von Trainer Niko Kovac ist vier Pflichtspiele in Folge ohne Sieg und rutschte nach der zweiten Liga-Schlappe en suite in der Tabelle der deutschen Fußball-Bundesliga auf Rang fünf. Der Rückstand auf Leader Borussia Dortmund beträgt schon vier Punkte.

„Das ist nicht Bayern, und das ist auch zu wenig“, sagte Bayern-Torwart Manuel Neuer im TV-Sender Sky. Sein Trainer Niko Kovac geht noch vor Ablauf der ersten 100 Tage im Bayern-Amt in eine unruhige Länderspielpause. Dass David Alaba in der 55. Minute verletzt ausgetauscht werden musste - er griff sich nach einem Sprint an den Oberschenkel - verlieh dem Fiasko auch aus österreichischer Sicht eine bittere Note. Damit muss die ÖFB-Elf für die Spiele gegen Nordirland (12. Oktober, Nations League) und Dänemark (16. Oktober, Test) um einen Einsatz des 26-Jährigen bangen. Der 26-Jährige hat womöglich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel erlitten. Diese Vermutung tätigte Trainer Niko Kovac nach dem Spiel. „Wir müssen nun die Untersuchungen abwarten“, sagte Kovac. Im schlimmsten Fall muss Alaba damit wochenlang pausieren.

Die Münchner, deren Anfangselan schnell verpuffte, begünstigten die ersten beiden Gegentore mit schlimmen individuellen Fehlern von Niklas Süle beziehungsweise Thiago. Das 0:1 ging mit einem unnötig verlorenen Zweikampf von Süle in Höhe der Mittellinie los. Nach Doppelpass mit Jonas Hofmann platzierte Plea den Ball bei seinem Schuss wunderbar im langen Eck. Dann nahm Thiago einen Abstoß von Neuer zu lässig an. Stindl bestrafte den Ballverlust mit einem ebenfalls feinen Flachschuss. Nach langer Zeit pfiffen die Bayern-Fans in der mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Arena ihre Lieblinge wieder einmal aus.

Die Bayern versuchten zu reagieren. Arjen Robben versprang der Ball im Strafraum (32.). Robert Lewandowski zielte aus der Drehung genau auf Torwart Yann Sommer (35.). Kovac reagierte zur Pause, nahm die wirkungslosen Robben und Thomas Müller raus. Er brachte Franck Ribery und Serge Gnabry als Flügelzange. Nach der Verletzung von Alaba musste er weiter umbauen: Joshua Kimmich musste auf die linke Abwehrseite wechseln, Leon Goretzka übernahm für ihn rechts hinten.

Bayern ideenlos
Bayern hatte den Ball, aber damit kaum Ideen. Gladbach verteidigte kompakt, die Münchner wollten das Anschlusstor erzwingen. James versuchte es spektakulär mit einem Seitfallzieher (63.). Lewandowski flog an einer Flanke von Gnabry vorbei (65.). Ins Bild passte, dass Lewandowski bei seinem Tor wohl hauchdünn im Abseits stand, wie vom Videoassistenten dem Schiedsrichter bestätigt wurde (67.). Florian Neuhaus konnte einen der seltenen Gladbacher Konter nicht zum 3:0 abschließen (71.). Kovac stand gestikulierend an der Seitenlinie. Seine verzweifelt kämpfende Elf verfehlte jedoch eine Wende - im Gegenteil. Herrmann besiegelte die bittere Heimpleite.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.