28.09.2018 13:29 |

Wandel gefordert

Streiks bei Ryanair sorgen wieder für Flugausfälle

Der erneute Streik der Flugbegleiter und Piloten trifft den Billigflieger Ryanair stärker als angekündigt. Nicht nur, dass die deutschen Ryanair-Piloten dem irischen Billigflieger mit einem anhaltenden Arbeitskampf drohen. Rund 240 von 2.400 Flügen - davon 133 Verbindungen von und nach Deutschland - sollen ausfallen.

„Solange das Unternehmen nicht zumindest mit uns in einen Schlichtungsprozess geht, wird es auch weitere Streiks geben“, sagte der Tarifexperte der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Ingolf Schumacher, am Freitag am Frankfurter Flughafen. „Wenn es sein muss, dann muss es weitere Streiks geben“, so Schumacher. Die Piloten hätten keine andere Lösung. „Wir wollen den Wandel des Unternehmens.“

Das irische Unternehmen liegt seit Monaten im Clinch mit Gewerkschaften und musste bisher bereits mehrere Streiks verkraften. Die Arbeitnehmervertreter fordern nicht nur mehr Geld, sondern vor allem auch bessere Arbeitsbedingungen - so etwa Lohnfortzahlung oder Regeln zu Versetzungen.

Kritiker werfen Ryanair vor, Mitarbeiter in den einzelnen Ländern oft nicht mit lokalen Verträgen auszustatten und nationales Arbeitsrecht nicht anzuwenden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi plant größere Kundgebungen des Kabinenpersonals in Frankfurt und in Berlin-Schönefeld. Zur Aktion am Hauptstadtflughafen werden auch Verdi-Chef Frank Bsirske und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwartet.

Österreich nicht betroffen
Neben den Ryanair-Piloten aus Deutschland streikt derzeit auch das Kabinenpersonal europaweit in sechs Ländern. Österreich ist vom Streik nicht betroffen. Die Ryanair-Tochter Laudamotion musste aber acht Verbindungen aus und nach Deutschland streichen, weil diese Flüge von Ryanair im Auftrag von Laudamotion durchgeführt werden.

Im Juli hatte Ryanair wegen Streiks 600 Flüge abgesagt, im August war der Billigflieger wegen Handgepäcksgebühren in den Schlagzeilen.

 krone.at
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