Vor über 50.000 Zuschauern im Camp Nou erzielten Sergio Garcia (44.), Krkic (55.), Busquets (70./Elfer) und Hurtado (76.) bzw. Pastore (65.) und Di Maria (75.) die Tore. Während die Hausherren ihre Stars wie Xavi, Puyol, Pique usw. einsetzten, fehlte in den Reihen der Gäste u.a. Weltfußballer Messi und Torjäger Sergio Agüero. Der gesperrte Teamchef Diego Maradona saß wegen seiner FIFA-Sperre, die er sich wegen verbaler Entgleisungen eingehandelt hat, als Zuschauer auf der Tribüne.
Vom Publikum gefeiert
Cruyff, der Engagements immer wieder abgelehnt hatte, um sich dann Anfang November von den Katalanen doch zu seinem Trainer-Comeback überreden zu lassen, kehrte triumphal an jene Stätte zurück, die er vor 13 Jahren verlassen hatte. Entsprechend wurde der 62-Jährige vom Publikum gefeiert. Als Aktiver kam Cruyff von Ajax Amsterdam zu Barca und trug von 1973 bis 1978 den Dress der Katalanen.
Abermals von Ajax kommend, kehrte das Idol 1988 als Trainer nach Barcelona zurück. Auf seiner zweiten Station als Trainer führte der Vize-Weltmeister von 1974 den Spitzenverein u.a. viermal zum spanischen Meistertitel (1991 bis 1994) und zum Triumph im Europacup der Landesmeister (1992). Zwei Tage vor dem Heiligen Abend weilte Cruyff als Coach der nach Unabhängigkeit strebenden autonomen spanischen Region wieder in Barcelona. Katalonien ist erst die dritte Trainerstation des 48-fachen Internationalen (33 Tore).
Katalanen wollen an EM und WM teilnehmen
Neue Titel wird der Niederländer in seinem Amt allerdings nicht gewinnen können. Die "Nationalelf" der Region im Nordosten Spaniens darf nicht an offiziellen Wettbewerben teilnehmen. Sie bestreitet normalerweise nur zwei Freundschaftsspiele im Jahr.
Der katalanische Verband verspricht sich von dem Ex-Weltstar internationale Aufmerksamkeit für seine Auswahl. Schon seit Jahren fordern die politischen Parteien in Katalonien, dass die "Seleccio" - ähnlich wie Schottland oder Wales - an Welt- und Europameisterschaften teilnehmen darf. Eine Zulassung der Katalanen durch den Weltverband FIFA scheitert aber daran, dass Spanien dagegen ist.
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