So, 21. Oktober 2018

Brauchen wir das?

17.09.2018 16:41

BMW startet erstmals Rettungsgassen-Assistent

Wenn auf der Autobahn ein Stau entsteht, müssen alle Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse bilden. Punkt. Fakt ist: Das funktioniert zu selten. BMW hat nun als erster Hersteller ein Assistenzsystem entwickelt, das den Fahrer daran erinnert, wenn es so weit ist. Das funktioniert allerdings vorerst nur in Deutschland.

Nun kann man natürlich fragen: Was kommt als Nächstes? Der Toilettenassistent, der mir sagt, wann ich einen Rastplatz anfahren sollte? Der Nahrungsmittelaufnahmeassistent, der mich ans Essen und Trinken erinnert? Schließlich ist ein Stau nicht zu übersehen. Und das mit der Rettungsgasse sollte sich mittlerweile auch schon herumgesprochen haben. Vor allem in Deutschland, wo das Prinzip schon viel länger gilt als in Österreich.

Aber vielleicht überschätzen wir die Autofahrer an dieser Stelle und sie haben noch nie davon gehört. In diesem Fall ist die BMW-Entwicklung Gold wert. Das sieht auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann so: „Oftmals wird aus Unwissenheit oder Unsicherheit keine Rettungsgasse gebildet. Das kostet die Rettungskräfte wertvolle Zeit. Der neue Rettungsgassen-Hinweis (…) unterstützt die Arbeit unserer Einsatzkräfte und der Rettungsdienste.“

Und so funktioniert es
Die Verkehrsmeldestellen der Polizei in ganz Deutschland geben an die BMW ConnectedDrive Plattform weiter, wann und wo eine Rettungsgasse nötig ist. Diese Informationen gelangen in Echtzeit über Connected Drive auf den zentralen Fahrzeugbildschirm der betreffenden Fahrzeuge. Dadurch werden Fahrer frühzeitig aufgefordert, eine Rettungsgasse zu bilden, damit herannahende Einsatzfahrzeuge ungehindert und schnell zur Unfallstelle gelangen können. Die Anwendung greift dabei auf die bestehende Kommunikationsinfrastruktur zurück.

Das Auto erkennt die Situation also nicht selbständig. Es ist auch nicht vorgesehen, dass teilautonome Fahrassistenten entsprechend eingreifen, es muss also der Fahrer selbst einschreiten.

Seit März 2017 haben die Experten der BMW Group an einem Versuchsträger gearbeitet. Nun haben die ersten 100.000 BMW Automobile das neue Sicherheits-Feature durch ein Software-Update erhalten, weitere folgen in Kürze. Voraussetzung ist ein BMW Navigationssystem der Generation 2015 oder jünger mit ConnectedDrive. Auch BMW Motorrad hat bereits mit den Planungen für den Serieneinsatz begonnen.

Wann das Feature in Österreich eingesetzt wird, steht noch nicht fest. Die Gespräche mit dem Autobahnbetreiber Asfinag laufen.

 krone.at
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