So, 23. September 2018

Schüsse in Park

25.08.2018 08:00

„Boss“ in U-Haft: „Aus Notwehr“ dreimal abgedrückt

Es war der 14. August, als es dreimal durch den Salzburger Hans-Lechner-Park hallte. Schüsse aus einem Revolver trafen einen Serben (35). Nun sitzt der mutmaßliche Schütze, Salvatore S. (31), gemeinsam mit drei Italienern und einer Belgierin in U-Haft.

„Es war nur Notwehr“, meinte S. im Polizeiverhör. „Er hatte ein Messer und ist auf mich losgegangen - und ich habe mich gewehrt.“ Der mutmaßliche Pistolero vom Lechner-Park gab zu, abgefeuert zu haben - im Glauben, dass es eine Gaspistole sei, wie er gegenüber den Beamten aussagte. Den Revolver Kaliber 22 fanden Polizisten in seiner Wohnung in der Gabelsbergerstraße, eingepackt und versteckt in einem Farbtopf. Dort entdeckten die Beamten auch 270 Gramm Kokain und Bargeld: insgesamt etwas über 8000 Euro.

Das Opfer hatte S. eindeutig identifiziert, kannte ihn unter dem Namen „Boss“. So stellte sich S. an jenem Abend im Lechner-Park vor, bevor er dreimal abdrückte. Neben S., gegen den wegen versuchten Mordes ermittelt wird, sitzen drei weitere Italiener (22 und 28) sowie eine Belgierin (22) in U-Haft, bestätigt Landesgerichtssprecher Peter Egger. Die Gruppe soll als kriminelle Vereinigung offenbar länger gedealt haben, zumindest ab Ende 2017.

In den Verhören sagten sie unterschiedlich aus: Einer will gar nichts mit der Sache zu tun haben, ein anderer will Drogenverkäufe nur vermuten. Und ein Dritter nimmt die Kokaingeschäfte ganz auf sich. Jedenfalls sind einige in ihrer Heimat bereits strafrechtlich aufgefallen. Am 3. September findet die nächste Haftprüfung statt. Bis dahin bleibt die Bande in U-Haft.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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