21.08.2018 10:14 |

Für Opferfest

Kreuz und quer Tiertransporte durch Europa!

Kurz vor Beginn des islamischen Opferfests Kurban Bayrami hatte die österreichische Bundesregierung eine Regelung in Kraft gesetzt, mit der „illegale Hinterhofschlachtungen“ unterbunden werden sollen. Der Erlass mag in Österreich Verbesserungen bringen, ändert allerdings nichts daran, dass Opfertiere teils unter grausamen Bedingungen durch ganz Europa gekarrt werden, um dann geschächtet zu werden.

Wenn Muslime ab heute Kurban Bayrami, ihr höchstes Fest, begehen, haben Tiertransporte Hochsaison. Rinder und Schafe werden in Scharen durch Europa gekarrt - der Trend, dass das Schlachtvieh immer weitere Strecken zurücklegt, ist Tierschützern ein Dorn im Auge.

„Hygienische Umstände oftmals fatal“
Im Interview mit den „Salzburger Nachrichten“ erklärt Alexander Rabitsch, ein Tierarzt aus Villach, der selbst als Kontrollor auf heimischen Autobahnen unterwegs war, wie grausam die Tiere behandelt werden: „Ein Rind braucht 40 Liter Wasser in 24 Stunden und bekommt am Sattelschlepper nur zwei Liter.“ Zudem seien die hygienischen Umstände oftmals fatal, immerhin „sammeln sich auf einem Sattelschlepper schon innerhalb eines Tages zwischen 500 und 1000 Kilogramm Kot und Harn“.

Da in Österreich recht engmaschig kontrolliert wird, umfahren viele Tiertransporte Österreich. Doch auch heimische Tiere werden vermehrt in die Türkei exportiert, alleine in den letzten sieben Jahren kamen rund 87.000 Rinder beim Hauptabnehmer für Kühe außerhalb der EU an.

Schächten: Acht Minuten bis zum Tod
Neben dem oftmals qualvollen Transport spricht der Villacher Tierarzt allerdings auch noch die Schächtung an sich an. Er gibt zwar zu, dass kein Töten fein sei. Beim Schächten allerdings dauere es rund acht Minuten, bis der Tod eintrete.

Der rituelle Schächtschnitt durchtrennt gleichzeitig Halsschlagader und Luftröhre - und zwar ohne Betäubung. Das Tier muss danach ausbluten, um als „halal“, also „rein“ zu gelten.

Beim hierzulande üblichen Schlachten werden die Tiere durch einen Bolzenschuss betäubt, bevor sie getötet werden. Die Methode gilt als stressfreier.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Schwere Verbrennungen
Schlafenden Ehemann mit heißem Öl übergossen
Niederösterreich
Danny da Costa
Hütter-Schützling verklagt Mutter wegen Trikots
Fußball International
Von Coach Nagelsmann
Entwarnung bei Laimer: „Nichts Dramatisches“
Fußball International
Top-Banker als Mörder?
Mord in Edlitz: Tiefer Fall des „Herrn Direktor“
Niederösterreich
Nach Auftaktniederlage
Ancelotti tröstet Klopp: „Dann gewinnst du die CL“
Fußball International
Öffentlich oder Privat
Ihre Erfahrungen am täglichen Arbeitsweg
Community

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter