Mi, 14. November 2018

Für Opferfest

21.08.2018 10:14

Kreuz und quer Tiertransporte durch Europa!

Kurz vor Beginn des islamischen Opferfests Kurban Bayrami hatte die österreichische Bundesregierung eine Regelung in Kraft gesetzt, mit der „illegale Hinterhofschlachtungen“ unterbunden werden sollen. Der Erlass mag in Österreich Verbesserungen bringen, ändert allerdings nichts daran, dass Opfertiere teils unter grausamen Bedingungen durch ganz Europa gekarrt werden, um dann geschächtet zu werden.

Wenn Muslime ab heute Kurban Bayrami, ihr höchstes Fest, begehen, haben Tiertransporte Hochsaison. Rinder und Schafe werden in Scharen durch Europa gekarrt - der Trend, dass das Schlachtvieh immer weitere Strecken zurücklegt, ist Tierschützern ein Dorn im Auge.

„Hygienische Umstände oftmals fatal“
Im Interview mit den „Salzburger Nachrichten“ erklärt Alexander Rabitsch, ein Tierarzt aus Villach, der selbst als Kontrollor auf heimischen Autobahnen unterwegs war, wie grausam die Tiere behandelt werden: „Ein Rind braucht 40 Liter Wasser in 24 Stunden und bekommt am Sattelschlepper nur zwei Liter.“ Zudem seien die hygienischen Umstände oftmals fatal, immerhin „sammeln sich auf einem Sattelschlepper schon innerhalb eines Tages zwischen 500 und 1000 Kilogramm Kot und Harn“.

Da in Österreich recht engmaschig kontrolliert wird, umfahren viele Tiertransporte Österreich. Doch auch heimische Tiere werden vermehrt in die Türkei exportiert, alleine in den letzten sieben Jahren kamen rund 87.000 Rinder beim Hauptabnehmer für Kühe außerhalb der EU an.

Schächten: Acht Minuten bis zum Tod
Neben dem oftmals qualvollen Transport spricht der Villacher Tierarzt allerdings auch noch die Schächtung an sich an. Er gibt zwar zu, dass kein Töten fein sei. Beim Schächten allerdings dauere es rund acht Minuten, bis der Tod eintrete.

Der rituelle Schächtschnitt durchtrennt gleichzeitig Halsschlagader und Luftröhre - und zwar ohne Betäubung. Das Tier muss danach ausbluten, um als „halal“, also „rein“ zu gelten.

Beim hierzulande üblichen Schlachten werden die Tiere durch einen Bolzenschuss betäubt, bevor sie getötet werden. Die Methode gilt als stressfreier.

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